Qualifizierungswege und -profile auf dem Prüfstand. Ergebnisse und Schlussfolgerungen einer Evaluationsstudie zur Ausbildung in der Anästhesietechnischen Assistenz

Seit wenigen Jahren existiert in Deutschland eine grundständige 3-jährige Ausbildung für Anästhesie-technische Assistenten (ATA), die staatlich bislang nicht anerkannt ist. Mit dieser Ausbildung besteht eine Alternative zum bisherigen Bestandteil Anästhesiepflege der Fachweiterbildung Intensiv- & Anästhesiepflege (I&A) und wird die Notwendigkeit einer Pflegeausbildung für die Tätigkeit im Anästhesie-Funktionsdienst in Frage gestellt. In einer Evaluationsstudie wurde die Ausbildung von ATA mit Bezug zur parallel bestehenden I&A-Fachweiterbildung, zum Wandel der Gesundheitsberufe und zu berufsbildungstheoretischen Aspekten beschrieben und bewertet. Die Ergebnisse der Studie liefern empirisch gestützte Hinweise dafür, wie die beiden Qualifizierungswege ATA und I&A weiterentwickelt werden könnten. Dabei wird u. a. ein Diskussionsvorschlag für ein konsekutives Bildungskonzept für medizinisch-technische Berufe im perioperativen Handlungsfeld vorgestellt.
Autor/in/nen
Yvonne Lehmann, 1 Charité ? Universitätsmedizin Berlin, Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, yvonne.lehmann@charite.de ,
Abstract
In Germany there is a three-year basic vocational training programme for “Technical Assistance in Anesthesia” (ATA) for a few years which is not yet legally recognised. This training is conceptualized as an alternative to the previous part of the anesthesia care in the specialized further nursing training programme “Intensive Care & Anaesthesia” (I & A) and calls into question the need for a nursing vocational training for the anesthesia service work. The ATA-basic vocational training has been described and assessed in an evaluation study with respect to the coexisting I&A-specialized further training programme and against the background of changes of health professions and considerations of educational theory. The results provide empirically based evidence how the two qualification pathes – ATA and I&A – could be developed further. This vision includes a discussion proposal for a consecutive approach to an education for medical-technical professions in the perioperative field.
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