10-2011 Gesamtausgabe

Gesamte Ausgabe 10-2011 der Pflegewissenschaft.
Autor/in/nen
Gesamtausgabe Pflegewissenschaft, hpsmedia GmbH, : Prof. Dr. Albert Brühl PTHV Pallottistrasse 3 56179 Vallendar Tel.: 0049 (0) 261 6402-503 Fax: 0049 (0) 261 6402-120 abruehl@pthv.de Schlüsselwörter Mit der Novellierung des Pflegeversicherungsgesetzes im Juli 2008 wurden von den Vertragspartnern die sogenannte Pflegetransparenzvereinbarung-stationär (PTVS) verabschiedet. Ziel ist eine öffentlich zugängliche und allgemein verständliche Bewertung der Pflegeeinrichtungen. Jedoch werden seit dem Inkrafttreten der Verordnung immer wieder Mängel an den Kritieren geäußert. Eine wissenschaftliche Aus- und Bewertung der bewohnerbezogenen Kriterien erfolgte bis zum heutigen Zeitpunkt nicht. Das Diakonische Werk Württemberg beauftragte daher, die Konstruktvalidität der bewohnerbezogenen Kriterien zu untersuchen. Anhand der 38 bewohnerbezogenen Kriterien der PTVS wird ein statistisches Verfahren vorgestellt, das eine Kürzung und gleichzeitige Verbesserung der PTVS ermöglichen könnte. Die Kritierien der Bewohnerbefragung wurden nicht in die Analyse einbezogen. Jedes Standardisierungsmodell bei externen Qualitätsvergleichen gewinnt an Validität, wenn es expliziert und mit einem passenden Messmodell überprüft wird. Das Standardisierungsmodell der PTVS beruht auf Summen- und Durchschnittswerten und einer Übertragung in Notenwerte. Die Bildung von Summenwerten, Mittelwerten und die Zuordnung von Noten ist mit den PTVS-Kriterien aktuell nicht sinnvoll möglich, weil Kriterien verwandt werden, die weder gleich gewichtet werden dürfen, noch eindimensional sind und darüber hinaus mit unterschiedlicher Kriterienanzahl gearbeitet wird. Um diese Fehlerquellen auszuschalten und valide Summenwerte aus dichotomen Daten in Noten zu überführen, bietet sich das Rasch-Modell an, dessen Anwendung bei der Validierung der PTVS sinnvoll möglich ist. Das Rasch-Modell wurde in der Pflegewissenschaft bereits verwandt (Hagquist, 2009). Rasch-Model Konstruktvalidität externer Qualitätsvergleich Seite 525-534 Eingereicht am: 29.03.2011 Akzeptiert am: 02.08.2011 DOI: 10.3936/1108 Einleitung Mit der Novellierung des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI) zum 01.07.2008 hat der Gesetzgeber einen Schwerpunkt darauf gelegt, die Transparenz für den Verbraucher in der Pflege zu erhöhen. Ziel ist es, die in den Pflegeeinrichtungen und Diensten erbrachten Leistungen und deren Qualität verständlich, umfassend nachprüfbar und vergleichbar darzustellen. Hierzu wurde im Dezember 2008 die Pflegetransparenzvereinbarung-stationär nach §115 SGB XI von den Vertragspartnern verabschiedet. Die insgesamt 82 Kriterien der PTVS sollen die Qualität verschiedener Einrichtungen vergleichbar machen, um Informationen zur Auswahl eines Heimplatzes zu erhalten. Insgesamt 82 Kriterien werden in fünf unterschiedlichen Qualitätsbereichen zusammengefasst (s. Abbildung 1). 38 der Kriterien sind so genannte bewohnerbezogene Kriterien, d.h. diese werden bei allen Bewohnern, die in die Stichprobe einbezogen werden, geprüft und bewertet, sofern sie für den Bewohner zutr,
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