Nov 18, 2019 Last Updated 7:49 AM, Nov 11, 2019

Mai 2011RSS

Renate Schwarz-Govaers
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Viele kennen die „Orientierungspunkte für die Gestaltung von handlungsorientiertem Unterricht“, wie sie die KMK (Kultusministerkonferenz 2000) formuliert hat, doch wenige sind in der Lage, genau zu sagen, was damit gemeint ist. Begriffe wie „situationsorientiert und selbstorganisiert“, „realitätsnah und erfahrungsbezogen“ scheinen vorstellbar und auch umsetzbar zu sein. Diese aus der Pädagogischen Psychologie stammenden Anforderungen können mit dem komplexen Verständnis von problembasiertem Lernen (PBL) verwirklicht werden. Entscheidend ist, dass vorhandenes Wissen bewusst gemacht, neues Wissen im Gehirn an schon Bekanntes angeschlossen und mit erfahrbaren Situationen verknüpft wird. Soll dieses Wissen sich im Berufsalltag bewähren und nicht nur in Prüfungen abrufbereit sein, muss es durch (Probe-)Handeln erweitert und gesichert werden. Prüfungen, die diese komplexen Wissenskonstruktionen wieder durch Faktenabfragen in Einzelteile zerlegen, zerstören den Aufbau von Handlungsfähigkeit und führen zu trägem ...

Heidrun Behrendt
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Was ist Lernorganisation, und worin besteht ihre Wirkungsfunktion in der Curriculumkonstruktion? Was sind neuere Entwicklungen der Didaktik, und wie können sie in der europäischen Pflegeausbildung genutzt werden? Mit Hilfe der Lernorganisation sollen Lernbedingungen hergestellt werden, die bei den Lernenden die gewünschten Lernwirkungen herbeiführen und helfen, die verlangte Fachkompetenz in der Pflegeausbildung zu erwerben. In diesem Zusammenhang sind die neueren didaktischen Ansätze einzuordnen. Dabei kann auf Ergebnisse der Analyse und dem Vergleich der Pflegeausbildung in 15 europäischen Ländern zurückgegriffen werden (Behrendt, Diss. 2008).

Martin Müller, Eva Grill
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Standardisierte Sprachsysteme zur Beschreibung relevanter Phänomene sind seit langem Gegenstand der pflegewissenschaftlichen und pflegepraktischen Diskussion. Im Fokus stehen dabei – verständlicherweise – professionsspezifische Sprachsysteme, wie ICNP, NANDA, NIC oder NOC. In diesem Beitrag soll beleuchtet werden, inwieweit die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) als professionsübergreifende Klassifikation für Pflegewissenschaft und Pflegepraxis relevant sein könnte. Besonderes Augenmerk wird dabei auf das Setting Frührehabilitation im Akutkrankenhaus gelegt. Zunächst sollen Modell und Klassifikation der ICF vorgestellt werden. Im Anschluss daran wird der Prozess der Entwicklung der ersten Version der ICF Core Sets für das Akutkrankenhaus als anwendbare evidenzbasierte Auswahl an Kategorien der ICF und die Validierung dieser ICF Core Sets skizziert. Schließlich werden die Möglichkeiten einer Implementierung und möglichen Weiterentwicklung der ICF Core Sets ...

Martin Nagl-Cupal, Wilfried Schnepp
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Sobald ein Familienmitglied schwer erkrankt auf der Intensivstation liegt, sind Angehörige da, um ihm beizustehen. Angehörige gehören somit zum festen Bestandteil einer Intensivstation. Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit der Frage, wie familiäre Hilfen im Kontext einer existenziellen Erfahrung für die gesamte Familie durch die kritische Erkrankung eines Familienmitglieds auf der Intensivstation gestaltet werden. 22 Familienmitglieder aus 11 Familien wurden interviewt, deren Angehörige vorher oder zum Zeitpunkt des Interviews auf einer Intensivstation in vier Krankenhäusern in Österreich lagen. Die methodische Vorgehensweise war an der Grounded Theory nach Strauss (1994) bzw. Strauss und Corbin (1996) ausgerichtet. Mit „den eigenen Beitrag leisten” tun Angehörige etwas für ihr krankes Familienmitglied, das nur sie selber als Familienmitglieder tun können und wirken dabei am Überleben und am gesamten Genesungsprozess mit. Durch das permanente „Da sein“ am Bett übernehmen Angehörige Schutz- und Sorge-V ...