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100 Jahre Caritasverband für die Stadt Düsseldorf (Rezension)

Ulrich Brzosa: 100 Jahre Caritasverband für die Stadt Düsseldorf

 

Böhlau Verlag. Köln, Weimar, Wien 2004, 1217 S., 49,90 € - ISBN 3-412-15103-3

Rezension von: Dr. Hubert Kolling

Der Caritasverband für die Stadt Düsseldorf konnte im Jahre 2004 auf eine 100-jährige Geschichte zurückblicken. Bis heute ist das Bild der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf als soziale Stadt und bürgerlich gestaltetes Gemeinwesen stark durch die christlich motivierte gesellschaftspolitische Mitwirkung und aktive soziale Arbeit der Caritas geprägt. Heute zählt der im Jahre 1904 gegründete Verband, im Erzbistum Köln zugleich der älteste organisatorische Zusammenschluss karitativer Werke einer Stadt oder Region, über 1.000 haupt- und 2.000 ehrenamtliche Mitarbeiter und unterhält an rund 60 verschiedenen Standorten mehr als 100 sozial-karitative Einrichtungen und Dienste.

Anlässlich des bedeutenden Jubiläums hat Ulrich Brzosa, gestützt auf umfangreiche Archivalien und zeitgenössische Veröffentlichungen, eine gut 1200 Seiten starke Untersuchung vorgelegt, in der er folgenden Fragen nachgeht: Wo beginnt die Geschichte der karitativen Arbeit in Düsseldorf? Welchen Einfluss hatten Reformation, Säkularisation, Kulturkampf, Weltkriege, Nationalsozialismus, Trümmerjahre, Wirtschaftswunder und Rezession auf die Werke katholischer Barmherzigkeit? Auf welchen Fundamenten, auf wessen Schultern stehen in Düsseldorf die heutigen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter und Helfer der Caritas? Sein bereits auf Grund des Umfangs außergewöhnliches Buch, in dem mentalitäts- und sozialgeschichtliche Fragestellungen gleichermaßen im Vordergrund stehen, ist dabei zugleich die erste Gesamtdarstellung der Geschichte des Düsseldorfer Caritasverbandes, seiner Fachverbände und der kirchlich-sozialen Einrichtungen.

Wie der Autor, promovierter Kirchenhistoriker sowie Referent für Archiv und Dokumentation beim Caritasverband für die Stadt Düsseldorf, einleitend schreibt, war er bestrebt, für die Stadt Düsseldorf nicht nur die Grundzüge, sondern vor allem die vielen Träger karitativen Wirkens, ihre Motive und die nicht selten erheblichen Schwierigkeiten bei der Realisierung ihrer Arbeit namhaft zu machen. Und dies ist ihm vorzüglich gelungen.

Nach einem zügigen Gang durch das Mittelalter und die Frühe Neuzeit wird im zweiten Hauptabschnitt die Aufsehen erregende Entwicklung von der Säkularisation bis zum Ersten Weltkrieg geschildert die von einem imposanten Neuaufbruch mit Gründung zahlreicher Ordensniederlassungen, Erziehungsanstalten und Vereinen getragen wurde und durch Konstituierung des „Katholischen Caritasverbandes Düsseldorf“ letztlich in eine Gesamtorganisation karitativen Wirkens mündete

In den weiteren Kapiteln kommt sodann die Geschichte des Caritasverbandes für die Stadt Düsseldorf und zahlreicher Düsseldorfer katholischer Wohlfahrtseinrichtungen während der Weimarer Republik und des Dritten Reiches sowie der Wiederaufbau und die Neuentfaltung nach dem Zweiten Weltkrieg zur Darstellung

Im letzten Hauptteil wird schließlich die Entwicklung der Dienste und Einrichtungen des Caritasverbandes für die Stadt Düsseldorf von den Jahren des Wirtschaftswunders bis zur Gegenwart unter besonderer Berücksichtigung der sozialen, politischen und kirchlichen Umbrüche nachgezeichnet.

Gewidmet ist das sehr informative und dennoch kurzweilig geschriebene Buch den vielen Menschen, „die in Düsseldorf Beratung, Pflege, Hilfe und Unterstützung des Caritasverbandes zu einem selbständigen und verantwortlichen Leben nach ihren Vorstellungen und Möglichkeiten angenommen oder sich als ehrenamtliche oder hauptamtliche Mitarbeiterin oder Mitarbeiter der Aufgabe gestellt haben, den Dienst mit und an dem Nächsten als Dienst von Christen zu gestalten.“

Die Lektüre des mit zahlreichen Schwarzweiß-Abbildungen illustrierten Bandes, der mit einem soliden, rund 6.100 Ziffern umfassenden Anmerkungsapparat ausgestattet ist, macht zugleich deutlich, dass der organisierten Caritas innerkirchlich wie gesamtgesellschaftlich auch heute noch ein hoher Stellenwert zukommt. Alles in allem eine rundum sehr gelungene Veröffentlichung, der nicht nur in Fachkreisen, sondern auch in der breiten Öffentlichkeit weite Verbreitung zu wünschen ist.

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