Jan 23, 2019 Last Updated 5:45 PM, Jan 20, 2019

Forschungswelten 2019

Save-the-date: Forschungswelten 2019! Vom 4.-5. April 2019 findet an der Hochsc...

100 Fragen zu Palliative Care

Hametner, Ingrid

100 Fragen zu Palliative Care

Brigitte Kunz Verlag, Hannover, 2011, 120 S., 11,95 €, S. ISBN 9783899934915

Die Autorin dieses Ratgebers ist Expertin auf dem Gebiet der Palliative Care. Die Diplom-Pädagogin, Krankenschwester, Lehrerin für Pflegeberufe sowie ausgebildete Management- und Personaltrainerin sammelte über Jahre Erfahrungen mit dem Palliative Care - Konzept und dessen Umsetzung bei schwerkranken und sterbenden Menschen. Darüber hinaus konnte sie dieses Konzept theoretisch reflektieren sowie in Schulungen und in der Beratung einsetzen. „Geadelt“ mit einem Vorwort von Dr. Sr. Liliane Juchli versteht die Autorin dieses Buch als Impulsgeber zum Themenbereich Palliative Care. Die Autorin selbst hegt hierbei keineswegs den Anspruch, ein Lehrbuch oder Grundlagenwerk ersetzen zu wollen. Ausschlaggebend für diesen Ratgeber ist die Zusammenstellung der Fragen, welche von Laien oder Pflegekräften stammen, die in der Palliativpflege arbeiten. Demgegenüber sind alle Antworten praxiserprobt und bewährt. Kurz um, es handelt sich gemäß der Autorin um ein Buch aus der praktischen Arbeit für die praktische Arbeit.

Das vorliegende Buch mit 117 Seiten ist aufgeteilt in 7 Kapitel, denen die einzelnen Fragestellungen zum Thema zugeordnet sind. Nach einer Einführung erläutert die Autorin „Grundlagen der Palliative Care“, um im nächsten Schritt umfangreiche Fragestellungen zu „Palliative Care als Prozess und nicht als Handlungskette“ zusammenzufassen. Im Kapitel 3 legt die Autorin den Schwerpunkt auf die „Entwicklung einer palliativen Kultur in Einrichtungen der stationären und ambulanten Pflege“. Zugrunde gelegt wird diesem Kapitel eine Checkliste mit „Kriterien für ein Qualitätsmanagement in Palliative Care“ nach Stephan Kostrzewa. Das Kapitel 4 befasst sich mit Kommunikation: „Wege der Verständigung – Schwierige Gespräche führen“. Im Kapitel 5 geht die Autorin auf die Biografiearbeit und Bewältigungsstrategien ein: „Lebensqualität – Die Bedeutung der Biografie“. Nach einem Schwenk auf: „Die rechtliche Situation in der letzten Lebensphase“ mit wesentlichen Inhalten zu Vorsorgevollmacht, Betreuung, Betreuungs- und Patientenverfügung in Kapitel 6, schließt die Autorin im Kapitel 7 mit dem wohl schwierigsten Thema dieses kompakte Buch ab. Kapitel 7 konfrontiert den Leser mit Aspekten zu „Sterben, Tod und Abschiednehmen“, angefangen mit Fragen zur Feststellung des Todes, Abschiedsritualen, Versorgung Verstorbener, Überbringung der Todesnachricht sowie den Übergang von Palliative Care zu Self Care. Alle Fragen werden übersichtlich nummeriert. Die Fragen sind jeweils fett abgedruckt und „auf den Punkt“ in maximal 3,5 Seiten beantwortet.

Zwei Anmerkungen seien erlaubt:

  • Seite 46: Frage 35 – Sterben Menschen mit Demenz anders?: Dazu gibt es seit Anfang 2009 auch eine Handlungsempfehlung der Deutschen Alzheimergesellschaft e. V. (abrufbar auf: www.deutsche-alzheimer.de), welche ebenfalls von einer bewussten Wahrnehmung des Sterbeprozesses bei Demenzerkrankten ausgehen. Mittlerweile gibt es Forschungsstudien dazu, wie die Studie von Dr. Gehring-Vorbeck zu Demenz und Sterben aus dem Jahr 2011.
  • Seite 90: Frage 85 – Welche Bedingungen hat eine Betreuung?: An dieser Stelle wird immer noch über das Vormundschaftsgericht geschrieben, welches seit dem 1.9.2009 in Betreuungsgericht umbenannt wurde. „Das Vormundschaftsgericht war bis 31.8.2009 zuständig für die rechtliche Betreuung von Volljährigen, eine Unterbringung nach dem jeweiligen Landesgesetz über die Unterbringung von psychisch Kranken (PsychKG), für Vormundschaften und Pflegschaften für Minderjährige und für Adoptionsverfahren. […] Für die Angelegenheiten Minderjähriger ist stets das Familiengericht zuständig“. (Online Lexikon Betreuungsrecht, Bundesanzeiger-Verlag, 2009)

Die Autorin schafft es mit klaren Worten sachlich und prägnant alle Fragestellungen zu beantworten. Sie setzt in der Beantwortung der Fragen klare Prioritäten in ihrer Quellenauswahl und so, mit bestimmten Autoren Akzente. Durch die Gliederung in Themenbereiche vermag es der Leser sich rasch zu orientieren sowie zügig eine Antwort auf seine persönliche/n Frage/n zu bekommen. Die anspruchsvollen Quellenangaben laden den interessierten Leser zu weiterführenden Recherchen ein.

Der Ratgeber ist für alle Berufsgruppen und Laien, die mit dem Palliative Care Konzept in Berührung stehen eine solide Arbeitshilfe.

Rezension von Dr. Eileen Goller

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