Dec 07, 2019 Last Updated 8:04 AM, Dec 4, 2019

Artikelarchiv: Neue Fachartikel RSS

Ergebnisse 1 - 20 von 100
Ilja Petković, Prof. Dr. Christine Boldt
0 eingereichte gutachten

Bei der Therapie von HIV spielt die Adherence hinsichtlich der antiretroviralen Therapie (ART) eine wichtige Rolle. Die Förderung der Adherence durch Beratung und Begleitung wird zunehmend von Pflegekräften übernommen. Für diesen systematischen Literaturreview wurde nach randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) gesucht, die die Wirksamkeit von pflegerischen Interventionen zur Förderung der Adherence von HIV-Patientinnen und -Patienten hinsichtlich der Einnahme von ART untersuchen. 7 RCTs belegen die Wirksamkeit von Beratungsgesprächen mit verhaltensförderndem Fokus und von wöchentlicher telefonischer Beratung mit statistisch signifikanten Ergebnissen. Gleichzeitig wird aufgezeigt, dass die Interventionen durch Pflegekräfte durchführbar sind.

Dr. Susanne Knüppel Lauener, Prof. Dr. Lorenz Imhof, Esther Indermaur, Evelyn Rieder, Prof. Dr. Frank Wieber
0 eingereichte gutachten

Menschen mit schwerwiegenden psychischen Krankheiten haben einen erhöhten Bedarf an psychischer und physischer Gesundheitsversorgung als die Gesamtbevölkerung. Diese deskriptive Studie ermöglicht es zum ersten Mal in der Schweiz, anhand der routinemässig erhobenen Patientendaten der Spezialdienste für Psychosoziale Pflege der Spitex (N=917) die Merkmale dieser spezifischen Patientengruppe und deren Versorgungsbedarf über ein Jahr zu beschreiben. Vier zentrale Aspekte charakterisieren den Bedarf: 1.) die Heterogenität der Patientengruppe 2.) Probleme und Ressourcen bei der Gestaltung des Alltags, 3.) Schwierigkeiten beim Gesundheits- und Krisenmanagement sowie 4.) Schwierigkeiten soziale Interaktionen zu gestalten.

Jürgen Maier, Rahel Naef, Martin R. Fröhlich, Dr. Elke Steudter
0 eingereichte gutachten

Angehörige von Patient/innen mit Subarachnoidalblutung (SAB) auf der Intensivstation sind durch langanhaltende Unsicherheit emotional stark belastet. Die Kommunikation mit Pflegefachpersonen gibt ihnen Sicherheit. Wie sie die Kommunikation erleben und ob sich das mit der Zeit verändert, ist kaum erforscht. Ziel dieser Studie ist, vertieft zu verstehen, wie Angehörige die Kommunikation mit Pflegefachpersonen im Verlauf der Behandlung erleben. Die neun Interviews mit drei Angehörigen wurden mithilfe der interpretierenden Phänomenologie ausgewertet. Die Teilnehmenden erleben die Kommunikation mit Pflegefachpersonen auf der Beziehungs- und Handlungsebene. Angehörige möchten sorgfältig informiert werden und zuverlässiges Handeln erfahren. Kommunikation gelingt, wenn die Familiensituation individuell berücksichtigt wird und Angehörige passende Unterstützung erfahren. Wichtig ist die individuelle Interaktion in der Akut- und Aufwachphase der Patient/innen sowie die kontinuierliche pflegerische Betreuung über einen l ...

Anna Haupeltshofer, Britta Blotenberg, Prof. Dr. Stefanie Seeling, Daniela Stutz
0 eingereichte gutachten

Welche Wünsche und Bedarfe haben die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Grafschaft Bentheim und des südlichen Emslandes in Bezug auf das regionale Gesundheitswesen? Um die Bereiche Gesundheit, Prävention, Technik und Bildung multiperspektivisch in den Blick zu nehmen, wurden drei Bürgerforen und eine Expertenrunde konzipiert. Es konnten sechs relevante Dimensionen, in denen Handlungsbedarf besteht, eruiert werden. Die Ergebnisse zeigen, dass das Konstrukt einer funktionierenden Nachbarschaft als Sorgenetz erlebt, welches jedoch in der Region als schwindend wahrgenommen wird. Hinzu kommt die oftmals negative Wahrnehmung des persönlichen Alters. Resultierend daraus werden pflegerelevante Themen und Pflegebedürftigkeit aus dem Bewusstsein verdrängt, was zu einer späten Auseinandersetzung mit dem persönlichen Gesundheitsmanagement führt. Hingegen sind die Bürgerinnen und Bürger auch offen gegenüber innovativen Versorgungsformen, wie die Möglichkeit einer Konsultation einer akademisch qualifizierten Pflegepers ...

Jasmin Perret, Gabriela Soom, Monika Bolliger, Cornelia Stricker, Bianca Schaffert-Witvliet, Christine Uta Grosse, Andrea Luise Koppitz
0 eingereichte gutachten

Schmerzen nach operativen Eingriffen sind ein häufiges Problem. Weniger als 50 % der operierten Patient*innen berichten über eine adäquate Schmerzbehandlung. In einem Schweizer Regionalspital wurden Unterschiede im Schmerzscore, der Zufriedenheit und der Basismedikation zwischen elektiven und notfallmässig operierten Patient*innen, sowie Einflüsse auf den Schmerzscore bei Patient*innen mit nicht-pharmakologischen Interventionen und pharmakologischen Interventionen untersucht. Befragt wurden 157 Patient*innen aus mehreren operativen Fachgebieten. In keinem Gruppenvergleich konnten signifikante Unterschiede festgestellt werden. Der mittlere Schmerzscore in Ruhe auf der NRS betrug 2.66 ± 2.22 (0-8). Bei 10.9 % der Teilnehmer*innen wurde die tägliche Maximaldosis überschritten (Paracetamol und Metamizol-Natrium).

Dr. Michael Kleinknecht-Dolf, Dr. Diana Staudacher, Prof. Dr. Rebecca Spirig
0 eingereichte gutachten

Macht es einen Unterschied, ob Führungspersonen für eine geringe oder eine große Zahl an Mitarbeitenden zuständig sind? Diese Frage bezieht sich auf die „Führungsspanne“ („span of control“) – eine Größe, die in der Akutpflege Aufmerksamkeit erfordert. Besonders im Kontext des effizienten Ressourceneinsatzes findet das Thema „Führungsspanne“ international verstärktes Interesse. Die vorliegende Literaturrecherche richtete sich auf die Definition der Führungsspanne in der Akutpflege sowie auf relevante Einflussfaktoren, Messinstrumente, Ergebnisse und Referenzwerte. Die Analyse der Studien ergab Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Führungsspanne und wichtigen Outcomes. Eine zu breite Spanne kann die Wirksamkeit des transformationalen Führungsstils verringern und betriebliche, patienten- bzw. mitarbeiterbezogene Zielsetzungen gefährden. Bei zu geringer Spanne besteht die Gefahr ineffizienter Abläufe. Um die eruierten Messinstrumente in der eigenen Institution einzusetzen, ist es notwendig, zunächst ihre Vali ...

Abstracts des Monats Neu! beliebt

hpsmedia
0 eingereichte gutachten

Rezensionen Neu! beliebt

hpsmedia
0 eingereichte gutachten

Editorial Neu! beliebt

Prof. Beate Blättner
0 eingereichte gutachten

David Leopold, Tugba Dik, Verena Hepting, Tobias Meis, Burkhard Werner
0 eingereichte gutachten

Im Rahmen einer bundesweit repräsentativ angelegten Studie zur psychischen Belastung und Beanspruchung von Mitarbeitenden in der Langzeitpflege Demenzkranker wurden Infrastruktur-Daten der untersuchten Einrichtungen (Demenz-Wohnbereiche in Altenpflegeheimen: DWBs, und ambulant betreute Demenz-Wohngemeinschaften: DWGs) v. a. zur Kontrolle von Merkmalen erfasst, die einen Einfluss auf die Belastung der Mitarbeitenden haben könnten. Pflege-Wohngemeinschaften (PWGs), z. Zt. etwa 3.120 in Deutschland, haben in den letzten 10 Jahren an Zahl und Kapazitäten zugenommen. Von derzeit 2.500 DWGs darunter konnten wir mit 95 etwa 4 % in die Studie einbeziehen. Demgegenüber konnten knapp 3 % von ca. 3.000 in Deutschland in der stationären Altenpflege existierenden Demenz-Wohnbereiche (DWBs) einbezogen werden. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die DWGs strukturell teilweise stark von den DWBs unterscheiden, die Klientel jedoch vergleichbar ist. DWBs hatten einen mittleren Pflegegrad von 3,9, DWGs einen von 3,84; die durchsch ...

Prof. Dr. Eva Schulc, Jutta Wetzlmair, Ismail Tufan, Dr. Alfred Steininger, Prof. Dr. Christa Them
0 eingereichte gutachten

Die Studie fokussiert türkische Migranten der zweiten Generation, die in der Türkei geboren wurden, aktuell in Österreich leben und sich mittlerweile in einem höheren Lebensalter befinden, das einen erhöhten Pflege- und Betreuungsaufwand zur Folge haben kann. Es wird der deutschsprachige validierte Fragebogen zur Erfassung der funktionalen Gesundheit (F-FG2) anhand der ISPOR-Prinzipien in die türkische Sprache (F-FFGtür) übersetzt. Der Übersetzungsprozess erfolgte im Rahmen von fünf Prozessschritten. Weitere Prozessschritte waren: Die Überprüfung der Handhabbarkeit und die Anwendung des F-FGtür im Rahmen des Cognitive-Debriefing sowie eine Anpassung hinsichtlich des Layouts und des Umfangs. Durch den Übersetzungsvorgang konnte eine standardisierte nachvollziehbare Übersetzung des F-FG2 in die türkische Sprache erreicht werden. Das Cognitive-Debriefing ergab, dass der F-FGtür übersichtlich und inhaltlich verständlich ist.

Melanie Mattes, B.A., MSc, Mag. Johanna Breuer, Dr. Andrea Smoliner, MNS, MMag. Martina Koller, Univ.-Prof. Mag. Dr. Hanna Mayer
0 eingereichte gutachten

Zur Bewältigung einer medikamentösen Therapie im Alltag werden bestimmte Selbstmanagementfähigkeiten benötigt. Um diese aus pflegerischer Sicht fördern zu können, ist es wichtig zu wissen, welche Strategien betroffene Personen im Alltag bereits anwenden. In der beschriebenen Untersuchung wurden durch eine halbstandardisierte schriftliche Befragung die subjektiven Strategien im Umgang mit verschreibungspflichtigen Medikamenten in Bezug auf die sechs Schritte des Medikamentenselbstmanagements nach Bailey et al. (2013) erhoben. Zu jedem Schritt konnten zentrale Strategien ermittelt und darüber hinaus ein neuer Schritt identifiziert werden. Eine bedeutende Rolle kommt dem „Verstehen“ der Medikation zu. Die Ergebnisse liefern wichtige Erkenntnisse für die Beratung und weitere Forschungsvorhaben.

Dr. Gabriela Hofstetter
0 eingereichte gutachten

Ziel der Kunst-Nachmittage ist es, Menschen mit Demenz darin zu unterstützen, ihr mentales und soziales Wohlergehen zu verbessern. Während dieser Kunst-Nachmittage darf nach Herzenslust gelacht und improvisiert werden, denn von den Teilnehmenden wird keinerlei Fachwissen erwartet. Das gemeinsame Betrachten von Bildern regt an; dadurch wird die soziale und kommunikative Kooperation unter den Teilnehmenden intensiviert. An Demenz erkrankte Menschen kann es auf diese Weise wieder gelingen, Verbindungen zu sich selbst und ihrer sozialen Umwelt herzustellen. Freude und Zufriedenheit, aber auch Ängste und Ungewissheiten können von ihnen so in einer geschützten Atmosphäre ausgedrückt werden. Die Kunsttherapie kann doppelt förderlich sein, wenn nebst Pflegenden auch Kinder diese Aktivität mitgestalten können.

Angela Schnelli, Prof. Dr. André Fringer, Prof. Dr. Adelheid Zeller
0 eingereichte gutachten

Studien aus der Schweiz zeigen, dass etwa 50 % der Pflegenden innerhalb eines Berufsjahres physische oder verbale Gewalt durch Patient(inn)en erleben. Die Nachsorge für die Betroffenen ist oft ungenügend, obwohl die Folgen von Gewalt gegen Pflegende hinlänglich bekannt sind. Das Ziel dieser Studie ist, zu ermitteln, welche Bedürfnisse die betroffenen Pflegenden äußern und welchen Nachsorgebedarf die Stationsleitungen einschätzen. Es wurden semistrukturierte Einzelinterviews mit betroffenen Pflegenden sowie Fokusgruppeninterviews mit Stationsleitungen durchgeführt. Drei Themen ließen sich identifizieren: „adäquates Situationsmanagement“, „Nachsorge“ und „Ausbleiben negativer Folgen“.

Dr. Jürgen Schmidt, Dr. David Kriz, Dr. Udo Kaiser, Prof. Dr. Hanna Mayer, Dr. Martin Nagl-Cupal, Dr. Rüdiger Nübling
0 eingereichte gutachten

Hintergrund und Ziel: Ziel der Studie ist die psychometrische Überprüfung des für die statio-näre Altenpflege entwickelten Angehörigen-Fragebogens ALPHA (100 Items, 11 rational ge-bildeten Skalen). Methodik: Es lagen N = 1802 Bögen aus 48 österreichischen Pflegeheimen vor (Rücklaufquo-te: 31,3 %). Die Überprüfung umfasste Reliabilitäts-, Faktoren- und Regressionsanalysen, weiterhin Analysen zur Differenzierungsfähigkeit der Skalen. Ergebnisse: Alle Skalenwerte sind nicht normalverteilt. Die Cronbach-α-Werte liegen zwi-schen 0,75 und 0,96. Faktorenanalysen ergeben 11 -12 Faktoren, die etwa 67 – 71 % der Varianz erklären. Es zeigt sich weiterhin, dass sich Pflegeheime in den Skalenwerten des ALPHA signifikant unterscheiden (bei 10 von 11 Skalen vor). Schlussfolgerungen: ALPHA misst die subjektiv wahrgenommene Qualität der Einrichtungen aus der Angehörigenperspektive. Die Ergebnisse sprechen für die Einsatzmöglichkeit sowohl in einzelnen Einrichtungen als auch für Einrichtungsvergleiche.

Prof. Dr. Beate Blättner, Julia Maria Glöckner
0 eingereichte gutachten

Auch Menschen mit einer kriminellen und gewalttätigen Vergangenheit können pflegebedürftig werden, ohne ihre Gewohnheiten zu verändern. Auf Basis eines realen Falls einer nicht dementiell oder psychisch erkrankten Person wurde eine Fallvignette entwickelt und sechs Pflegekräften, drei Pflegedienstleitungen sowie jeweils zwei Heimleitungen, Betreuern und Polizisten vorgelegt. Die Interviewpersonen entwickelten Strategien mit Therapie, Erziehung, Strafe oder einem Ausschluss aus der Gemeinschaft zu reagieren. Umsetzbar und mit dem professionellen Verständnis der Pflege vereinbar erschien nur die Therapie, die voraussetzt, dass die betreffende Person als krank konstruiert wird. Die Analyse der Interviews zeigt, dass derzeit keine adäquaten Strategien zum Umgang mit delinquenten Pflegebedürftigen existieren.

Esther Linka, Dr. phil. Diana Staudacher, Prof. Dr. Rebecca Spirig
0 eingereichte gutachten

Talente zu erkennen, systematisch zu fördern, ihnen Zukunftsperspektiven zu bieten und sie im Unternehmen zu halten, gilt aufgrund des Fachpersonenmangels als zukunftswichtige Aufgabe in der Pflege. Diese qualitative Studie beschreibt die Identifikation, Förderung und Retention von Talenten im Rahmen eines Laufbahnmodells. In drei Fokusgruppeninterviews definierten Abteilungsleitende, PflegeexpertInnen und diplomierte Pflegefachpersonen, was sie unter «Talent» verstehen und welche Einflussfaktoren beim Aufbau eines Talentmanagements zu beachten sind. Die Analyse der Interviews anhand der Knowledge-Mapping-Methode ergab, dass Talentmanagement hohe transformationale Leadership-Qualitäten erfordert. Wichtig ist jedoch auch eine «objektive», von Vorgesetzen unabhängige Einschätzung. Da Talente selbstorganisiert arbeiten möchten, gilt es, individuelle Freiräume zu gewähren und Außergewöhnliches zuzulassen.

Paul Werner Schreiner
0 eingereichte gutachten