Die Messung psychischer Belastungen in Alten- und Pflegeheimen – gesetzliche Pflicht oder Chance?

Seit mittlerweile fünf Jahren sind Unternehmen in Österreich und Deutschland gesetzlich dazu verpflichtet, die Evaluierung bzw. Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen durchzuführen. Eine Verringerung psychosozialer Belastungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist speziell in Hochrisikobereichen wie der Gesundheitswirtschaft wesentlich. Mittels telefonischer Befragungen bei Alten- und Pflegeheimen in zwei österreichischen Bundesländern wurde eine hohe Rate an erfolgten Evaluierungen bestätigt, allerdings wurden eher allgemeine, zum Teil oberflächliche, Instrumente verwendet. Damit wird der Komplexität der Berufsfelder oft nicht Rechnung getragen, sondern vor allem Überblicksdaten generiert. Der Nutzen dieser Erhebungen ist daher noch nicht vollständig ausgeschöpft.
Autor/in/nen
Sabine Katzdobler, Prof. Dr. Elisabeth Nöhammer, Theresa Markl, Prof. Dr. Harald Stummer, Prof. Dr. Harald Stummer UMIT ? Private Universität für Medizinische Informatik und Technik Institut für Management und Ökonomie im Gesundheitswesen EWZ1 A-6060 Hall in Tirol harald.stummer@umit.at , UMIT – Private Universität für Medizinische Informatik und Technik Institut für Management und Ökonomie im Gesundheitswesen
Title
Risk assessment related to mental workload in nursing homes – obligation or opportunity?
Abstract
For five years by now, legislation requires organizations in Austria and Germany to undertake assessments for psychological risks in the workplace. A reduction of psychological work-related risk factors is particularly substantial in high-risk sectors such as the health-care setting. Based on phone interviews elderly care facilities in two Austrian countries a high rate of conducted risk-assessments is confirmed, however rather general and partly superficial instruments are applied. Thereby, the complexity of this occupational field is not accounted for, rather superficial data are generated. Consequently, it cannot be supposed that the merits of psychological risk assessments yield their full potential yet.
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