Sep 17, 2019 Last Updated 11:38 AM, Sep 10, 2019

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Carolin Baczkiewicz
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Das Thema Demenz ist ebenso in gesellschaftlichen wie auch gerontologischen und pflegewissenschaftlichen Diskussionen auf der Agenda. Dabei werden Menschen mit Demenz nur marginal beteiligt. Eine Ursache hierfür kann in dem Bild von Menschen mit Demenz, welches in den öffentlichen Diskursen vorherrscht und durch sie hergestellt wird, liegen. Dieser Artikel rekonstruiert einen solchen Entstehungsprozess mittels der Wissenssoziologischen Diskursanalyse exemplarisch am Diskurs über ein Demenzquartier im rheinland-pfälzischen Alzey. Neben den gesellschaftlich zu diskutierenden Ergebnissen – die Sichtweise der Demenz als Erkrankung und die daraus abgeleitete Versorgungsfrage – wird auf die Notwendigkeit einer stärkeren Auseinandersetzung mit Theorien, Methodologien und Methoden in Forschungsarbeiten aus der Pflegewissenschaft verwiesen, damit diese sich ihrem Gegenstand adäquat und explizit nähern und Ergebnisse in der Pflegewissenschaft und -praxis Beachtung und Akzeptanz erreichen.

Matthias Brünett
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In England wurde ein Anerkennungsverfahren für demenzfreundliche Kommunen (DfK) entwickelt. In Deutschland haben DfK-Initiativen eher den Charakter einzelner Modellprojekte und basieren außerdem auf einer alternativen, medikalisierungskritischen Sichtweise der Demenz. Vor dem Hintergrund des foucaultschen Konzepts der Gouvernementalität und methodisch orientiert an der Wissenssoziologischen Diskursanalyse wurden die aktuellen Entwicklungen in England untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass DfK in England als Teil des Versorgungssystems instrumentalisiert, Menschen mit Demenz als Objekte und Subjekte des Wissens konstruiert werden und Aspekte einer „Vermarktlichung“ der Demenz sowie die Entdeckung der Menschen mit Demenz als Kunden beschrieben werden kann. Im Hinblick auf die Konzeption von DfK in Deutschland sollte von einer zentralisiert-regulativen Förderung und Institutionalisierung demenzfreundlicher Initiativen abgesehen werden, weil der alternative Zugang zu DfK instrumentalisiert und schließlich in med ...

Manfred Schnabel
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Der folgende Text versteht sich als Beitrag zur aktuellen sozial- und pflegewissenschaftlichen Debatte um die Bewertung und Behandlung der senilen Demenz. Er vertritt die These, dass ihre aktuelle Deutung als Krankheit lediglich den vorläufigen Endpunkt einer ganzen Reihe unterschiedlicher Interpretationen darstellt und dass sich deren Abfolge vor allem gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen verdankt. Um dies zu verdeutlichen, wird die Geschichte des Morbus Alzheimer einer historischen Kontextualisierung unterzogen. Die Untersuchung orientiert sich an den Analysen des französischen Philosophen Michel Foucault zum Wechselverhältnis von Wissen und Macht im wissenschaftlichen Diskurs. Sie stützt sich außerdem auf bekannte historische Studien und aktuelle zeitkritische Analysen. Dabei kann gezeigt werden, dass auch die aktuellen Versuche einer „Demedikalisierung“ der Demenz als Ausdruck zeitgeschichtlicher Krisen und daran anschließender Politikwechsel gelesen werden können.

Arthur Drewniok
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Nach aktuellen Daten, haben ca. 1,5 Millionen Menschen über 64 Jahre in Deutschland einen Migrationshintergrund. Epidemiologische Zahlen zu Pflegebedürftigkeit und Demenz stehen nur ansatzweise zur Verfügung. In diesem Papier soll der Versuch unternommen werden, anhand vorliegender demografischer Bevölkerungsdaten, die Prävalenzzahlen zu Pflegebedürftigkeit und Demenz in den statistisch größten Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund einzuschätzen. Die Berechnungen ergeben, dass ca. 146.000 pflegebedürftige und 105.000 an Demenz erkrankte Personen mit Migrationshintergrund im Alter von über 64 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland leben könnten. Diese besonders vulnerable Gruppe innerhalb der deutschen Bevölkerung ist den Berechnungen zufolge, im Vergleich zu Einheimischen, durchschnittlich jünger, wobei es unter den betrachteten Bevölkerungskohorten deutliche Unterschiede gibt. Die demografische Situation weist darüber hinaus auf eine massive Zunahme der Prävalenzzahlen in den nächsten Jahren hin. E ...

Madeline Bösenberg
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Assessments in der Pflege gibt es reichlich. Um verschiedene Risikofaktoren bei Menschen mit Demenz bestimmen zu können, werden spezielle Mess-instrumente benötigt. Es folgt eine Auswahl von Instrumenten, welche für diese Klienten entwickelt wurden. Unter den Links befinden sich die Tests zum Downloaden.