Dec 17, 2018 Last Updated 10:20 AM, Dec 14, 2018

Forschungswelten 2019

Save-the-date: Forschungswelten 2019! Vom 4.-5. April 2019 findet an der Hochsc...

Ausgaben
Anke Erdmann, Wilfried Schnepp
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Neben der Validationstherapie nach Naomi Feil, die international seit den 80er Jahren Beachtung findet, existiert in Deutschland eine weitere Validationsmethode: Die Integrative Validation (IVA) nach Nicole Richard. Diese Methode ist einfacher zu erlernen, da Validationsanwender die verschiedenen Stadien der Desorientiertheit nicht explizit berücksichtigen brauchen und einfache Rituale verwendet werden. Bei der Validation nach Richard wird außerdem empfohlen keine Fragen zu stellen, da kognitiv beeinträchtigte Menschen auf Fragen nur schwer antworten können und dadurch zusätzlichem Stress ausgesetzt sind. Es werden vier Validationstechniken angewendet: 1. die Gefühle und Antriebe der Person wahrnehmen, 2. die Gefühle und Antriebe der Person mit Wörtern, Stimme und Bewegungen spiegeln und damit bestätigen, 3. mit Sprichwörtern oder Liedern Gefühle und Antriebe verallgemeinern und 4. mit Schlüsselwörtern die Lebensthemen der Person validieren. Im Gegensatz zur Methode nach Feil gehört die Bearbeitung unerledi ...

Martina Haslinger
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Die Betreuung älterer Menschen mit Demenz wird kontroversiell hinsichtlich segregativer und integrativer Betreuungsmodelle diskutiert. In Betreuten Seniorenwohngemeinschaften wohnen Menschen, die aus gesundheitlichen oder sozialen Gründen nicht mehr alleine leben können. Die vorgestellte Untersuchung erhebt in einer Zufallsstichprobe von 30 Personen der Betreuten Seniorenwohngemeinschaften soziodemografische Merkmale, einen eventuellen Demenzverdacht und folglich, ob sich Unterschiede in Abhängigkeit einer dementiellen Erkrankung hinsichtlich der subjektiven Bewertung der sozialen Situation und der Selbständigkeit in den Aktivitäten des täglichen Lebens zeigen. Betreute Seniorenwohngemeinschaften sind ein integratives Angebot für Menschen mit und ohne Demenz. Es gibt keine statistisch signifikanten Unterschiede in der Bewertung der sozialen Situation. Tendenziell zeigt sich, dass Personen ohne Demenz selbständiger in den Aktivitäten des täglichen Lebens sind.

Christian Bürger
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Das Heimaufenthaltsgesetz verpflichtet Pflegeheime, Behinderteneinrichtungen und Krankenanstalten freiheitsbeschränkende Maßnahmen an die Bewohnervertretung zu melden. Eine Freiheitsbeschränkung durch medikamentöse Mittel liegt vor, wenn die pharmakologische Behandlung unmittelbar die Unterbindung des Bewegungsdrangs bezweckt, nicht aber, wenn die Dämpfung des Bewegungsdranges eine unvermeidliche Nebenwirkung bei der Verfolgung eines anderen therapeutischen Zieles darstellt. Werden Arzneimittel zum Zweck der Reduktion bzw. Unterbindung von Symptomen einer psychischen Erkrankung oder geistigen Behinderung, die sich in einem Bewegungsüberschuss, körperlich aggressiven Verhaltensweisen oder einer Agitiertheit äußern, verabreicht, so liegt iaR ein Freiheitsentzug durch Medikamente vor.

Renate Ranegger, Monika Hoffberger
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Die Pflegedokumentation ist in der täglichen Praxis ein wichtiger aber oft vernachlässigter Bereich. Studien berichten über die Notwendigkeit, fachliche Fortbildungen im Bereich Pflegeprozess anzubieten, um das Dokumentationsverständnis zu verbessern. Zielsetzung war die Evaluation des Schulungskonzepts zur Implementierung der IT-gestützten Pflegedokumentation und der Pflegeklassifikation DiZiMa in der KAGes. Für die formative Evaluation wurde ein multizentrisches, quantitatives Querschnittdesign bei 712 diplomierten Pflegepersonen gewählt. Die Ergebnisse zeigen, dass die zentrale EDV-Anwenderschulung keine signifikante Auswirkung auf die Zufriedenheit mit dem qualitativen und quantitativen Schulungsangebot hat. Die zentrale Pflegediagnostikschulung hingegen hat signifikante Effekte hinsichtlich der Zufriedenheit sowie der Sicherheit im Umgang mit der Pflegedokumentation. Die EDV-Anwenderschulung muss künftig auf Grundlage pflegerischer Konzepte aufgebaut werden. Darüber hinaus sind weiterführende Schulungen ...

Jasmin Perret, Janette Bruppacher
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Ziel dieser Literaturarbeit war es, die psychosozialen Auswirkungen einer Ablatio mammae bei einem Mammakarzinom zu ermitteln. Das Mammakarzinom ist die häufigste Tumorart, die schweizer Frauen betrifft. Trotz der fortschreitenden Medizin werden jährlich zirka 1500 Ablatio Mammae durchgeführt, welche das Körperbild einer Frau wesentlich verändern. Medizinische Datenbanken wurden nach Literatur aus westlichen Kulturräumen über Studien mit Teilnehmerinnen im Alter zwischen 18 bis 65 Jahren durchsucht. Es zeigte sich, dass verschiedenste Faktoren auf das psychische Wohlbefinden einer Betroffenen Einfluss nehmen. Es wird von psychischem Dystress, sexueller Dysfunktion, Körperbildstörungen und Einschränkung der Lebensqualität berichtet. Pflegefachpersonen haben eine wichtige Rolle in der Begleitung während der Hospitalisation inne. Sie sind Ansprechsperson für Sorgen und können Ängste nehmen und Sicherheit vermitteln.