Oct 18, 2019 Last Updated 2:16 PM, Oct 14, 2019

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Dieter Lerner
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In diesem Beitrag wird der von Gabriele Borsi erarbeitete Ansatz zur theoretischen Grundlegung des Pflegemanagements vorgestellt. Borsi hat in den 1990er Jahren in unterschiedlichen Veröffentlichungen gesellschafts-, organisations- und managementtheoretische Überlegungen zusammengestellt, die ihrer Meinung nach potentielle Erklärungs- und Gestaltungsrelevanz für eine noch zu entwickelnde Theorie des Pflegemanagements haben. Grundlegend in ihrem Ansatz ist die Anlehnung an ein systemtheoretisch-konstruktivistisches Organisations- und Managementverständnis, das konträr zu den traditionellenüberwiegend betriebswirtschaftlich ausgerichteten Verständnissen von Organisation und Management steht. Um diese systemtheoretisch-konstruktivistischen Grundlagen eines modernen Pflegemanagements exemplarisch zu konkretisieren, greift Borsi insbesondere auf Grundverständnisse, Methoden und konzeptionelle Ausformungen der St. Galler Managementschule zurück. Sie ergänzt diesen Bezug auf die St. Galler Managementschule durch ein ...

Margareta Jukic-Puntigam, Alfred Steininger, Wilhelm Urban, Gerhard Müller
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Die Prävalenz der Inkontinenzassoziierten Dermatitis (IAD) liegt in unterschiedlichen Settings bei 5,6% bis 50% (Gray et al., 2007). Zur Risikoeinschätzung einer IAD benötigt die Pflegepraxis valide Instrumente. Das deutsche Perineale Assessment Tool (PAT-D) dient der systematischen Risikoerfassung IAD gefährdeter Patienten und Bewohner. Eine Überprüfung der Gütekriterien wurde noch nicht durchgeführt. Ziel der nichtexperimentellen, prospektiven und multizentrischen Querschnittstudie war die Interrater-Reliabilität der PAT-D im Akut- und Langzeitpflegebereich zu testen. Harn- und/oder stuhlinkontinente Patienten bzw. Bewohner (n=127) wurden von 29 Beobachterpaaren eingeschätzt. Die Beobachterübereinstimmungen wurden zu den Items- und Gesamtscores der jeweiligen Settings berechnet. Die Datenanalyse der Items auf Ordinalskalenniveau erfolgte mit der Kappa- und AC1-Statistik. Für die intervallskalierten Gesamtscores wurden die Intraklassen-Korrelationskoeffizienten (ICC) ermittelt. Die Untersuchungsergebnisse de ...

Bernadette Bächle-Helde
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Wickel und Auflagen sind beliebte alternative Pflegemethoden, die bei verschiedenen Symptomen eingesetzt werden. Mit dem Ziel, eine Übersicht zu erstellen und zu zeigen, ob Wickel und Auflagen eine effektive und evidenzbasierte Methode in der pflegerischen Patientenversorgung sind, wurde eine systematische Literatursuche durchgeführt. In verschiedenen Datenbanken wurde nach Interventionsstudien zum Themenbereich der Wickelanwendungen gesucht. Insgesamt konnten vierzehn Studien in die Literaturanalyse eingeschlossen werden. Der Fokus der Bewertung lag hierbei auf dem methodischen Aufbau der Studien, die darauf hin überprüft wurden, ob sie den Kriterien der Evidenzbasierung und den Grundsätzen einer „Good Clinical Practice“ (GCP) entsprechen. Generell zeigen alle Studien der Wickelanwendungen einen positiven Effekt. Sie haben ihre Stärke in der Reduzierung von Beschwerden und Schmerzen und in der Steigerung des Wohlbefindens. Die methodische Qualität der Wickelstudien ist allerdings unzureichend. Die Forschungs ...

Rainer Becker, Jenny Rohr
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Die Verfasser beleuchten das bis dato stark tabuisierte und daher eher wenig bearbeitete Problemfeld der Gewalt in Form von Vernachlässigung und Misshandlung gegen in Pflegeverhältnissen befindliche Seniorinnen und Senioren. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass aufgrund der demografischen Entwicklung und einer zunehmenden Überforderung der Pflegenden mit einer Steigerung dieser Deliktsform zu rechnen sein dürfte, der insbesondere präventiv zu begegnen ist. Hierbei kommen sie zu konkreten, insbesondere auch an den Gesetzgeber gerichteten Präventionsvorschlägen, die sich teilweise an Maßnahmen zum Kinderschutz orientieren, wie z. B. einem erweiterten Führungszeugnis für Pflegende/Betreuer und verpflichtende Regeluntersuchungen durch fachkundige außenstehende Mediziner.

Anne Schmitt
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Beratung war und ist originärer Bestandteil pflegerischer Leistungen in der Kinderkrankenpflege. Diese Beratungstätigkeit kann im psychologischen Kontext in Abhängigkeit zu Konzepten der Psychoanalyse differenziert werden. Diese Arbeit geht auf der Grundlage vorliegender Literatur dem Aspekt nach, wie sich Beratung in der Kinderkrankenpflege im psychoanalytischen Bereich der Phänomene „Übertragung und Gegenübertragung“ verorten lässt. Es wird der Frage im berufspolitischen, pflegetheoretischen und konzeptuellen Kontext sowie in Bezug auf das erforderliche Kompetenz- und Qualifikationsniveau nachgegangen.