Aug 22, 2019 Last Updated 3:19 PM, Aug 20, 2019

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Christine Riesner, Wilfried Schnepp, Angelika Zegelin
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Der ambulante Versorgungssektor ist in Deutschland auf die Erfassung und Erfüllung der Bedarfe bei Demenz nicht ausgerichtet. Das schottische Bedarfs-Assessment CarenapD (Care Needs Assessment Pack for Dementia) erfasst Bedarfe demenzerkrankter Menschen und leitet in einen Hilfeplan über. Der Bedarf pflegender Angehöriger wird ebenfalls erfasst. In einem Praxistest wird nach der Übersetzung die Anwendbarkeit und Praktikabilität des Assessments CarenapD aus Sicht von Anwendern geprüft. Ebenso wird geprüft, wie die gemeindenahe Versorgung aus der Assessment-Anwendung heraus dargestellt wird. Die Studie erfolgt anhand eines Convergent Mixed Methods Design. CarenapD wird durch 12 MitarbeiterInnen verschiedener Leistungsanbieter und drei MitarbeiterInnen des Medizinischen Dienstes der Kassen im Abstand von ca. vier Monaten bei 55 Personen mit Demenz zweimal angewendet. Ein Fragebogen und Analysen der Assessment-Ergebnisse liefern Ergebnisse zur Anwendbarkeit und Praktikabilität des Assessments. Diese werden von de ...

Claudia Frey
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Im Rahmen einer empirischen Studie wurde das informelle Hilfesystem von pflegenden Angehörigen sowie die Akzeptanz auch außerfamiliärer, freiwilliger Hilfeleistungen untersucht. 160 Angehörige aus der Region Eichstätt-Ingolstadt wurden mit standardisierten Fragebögen befragt. Eingeschlossen waren sowohl Pflegende, die den Betroffenen häuslich bzw. mit teilstationärer Unterstützung pflegten, als auch jene, deren erkranktes Familienmitglied (mittlerweile) stationär versorgt wurde. Fast alle Befragten erhalten bzw. erhielten Unterstützung durch weitere Familienmitglieder. Die Zufriedenheit korreliert mit der Frequenz der (erlebten) Hilfeleistung. Etwa jeder vierte Angehörige wünscht sich explizit Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer – besonders wenn die Pflege bereits länger andauert. Aber nur knapp jeder zehnte Angehörige erhält Unterstützung durch freiwillige Helfer.

Thomas Boggatz
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Gesundheitsförderung im Alter trägt zum Erhalt von Lebensqualität und Selbstständigkeit in dieser Lebensphase bei. Sie kann nur gelingen, wenn die Einstellungen älterer Menschen beachtet werden. Es war das Ziel dieser Studie, die unterschiedlichen Typen von Einstellungen zur Gesundheitsförderung aus der Perspektive der älteren Menschen selbst zu identifizieren. Hierzu wurde eine qualitative Studie im Rahmen eines gemeinwesenorientierten Projekts in Essen (Ruhr) durchgeführt. Die Datensammlung erfolgte mit Hilfe halbstrukturierter Leitfadeninterviews und die Auswertung orientierte sich an der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring. Es wurden fünf unterschiedliche Typen von Einstellungen identifiziert: „Nicht-Interesse“, „Gesunderhaltung durch normale Lebensweise“, „Krankheitsbedingte Maßnahmen“, „Fitnesswunsch“ und „Vitalitätssteigerung und Ganzheitlichkeit“. Teilnehmer vom Typus „Gesunderhaltung durch normale Lebensweise“ ließen dabei ein Interesse an Gesundheitsförderung erkennen, obwohl sie keine explizit ...

Daniela Händler-Schuster, Michael Schulz, Johann Behrens
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Da bislang keine empirischen Ergebnisse zur Funktion der Hausmutter vorliegen, soll mit einer qualitativen Untersuchung, die dem Stil der Grounded Theory folgt, herausgefunden werden, wie sich die Hausmutter-Funktion in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Interaktion mit Bewohnern gestaltete und welche Bedeutung ihr zugeschrieben wurde. Es konnten insgesamt neun Hausmütter und acht Hausväter für ein Oral-History-Interview (n = 17) gewonnen werden. Anhand der Ergebnisse konnten drei Phasen der Hausmutter-Funktion definiert werden, von denen im vorliegenden Bericht die zweite Phase: „Sich als Hausmutter verwirklichen – umgesetzte Macht und Herrschaft“ fokussiert wird. Die Ergebnisse zeigen, dass Hausmüttern mit der Kernkategorie: „Macht und Herrschaft“ ein großes Potential oblag, Entscheidungen für die im Haus Lebenden zu treffen, was sich anhand von Machtformen und Stabilisierungsformen der Macht veranschaulichen lässt. Vielfach haben sich Hausmütter eingesetzt, Bedingungen für eine bessere Pfle ...

Wolfgang Stefinger, Harald Stummer, Harald Meyer
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Der sich abzeichnende Mangel an ÄrztInnen und Pflegekräften stellt die Krankenhäuser in Deutschland vor große Herausforderungen. Viele MedizinerInnen und PflegerInnen wandern ins Ausland ab, auch weil sie dort bessere Arbeitsbedingungen erwarten. Unter anderem durch diese Entwicklung zeichnet sich hierzulande ein zunehmender Arbeitskräfte-Engpass in diesen Berufen ab. Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung gewinnen deswegen immer stärkere Bedeutung. Auch Ordenskrankenhäuser, die aufgrund des ausbleibenden Ordensnachwuchses verstärkt auf weltliche MitarbeiterInnen – insbesondere im Pflegebereich – angewiesen sind, müssen sich mit dieser Thematik auseinandersetzen. Ihnen eilt, vielleicht aufgrund ihrer (christlichen) Werteordnung, ein positives Image bei PatientInnen und als Arbeitgeber voraus. Der Einfluss der Unternehmenswerte auf das Commitment der Belegschaft ist ein vielfach untersuchtes Thema von Studien zum sog. „Unternehmenskultur-Management“. In Anbetracht der sich abzeichnenden Fachkräfte-Problematik dürfte ...