12-2011 Gesamtausgabe

Gesamte Ausgabe 12-2011 der Pflegewissenschaft.
Autor/in/nen
Gesamtausgabe Pflegewissenschaft, hpsmedia GmbH, : Katharina von Lindeman Medizinische Berufsfachschule der Klinikum Chemnitz gGmbH Berganger 11 09116 Chemnitz k.v.lindeman@web.de Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Joachim Kugler kugler@imib.med. tu-dresden.de Prof. Dr. med. habil. Jörg Klewer Joerg.klewer@fh-zwickau.de Katharina von Lindeman, Joachim Kugler, Jörg Klewer Da bislang zu selbst berichteten Erkrankungen und zum Medikamentenkonsum nur wenige entsprechende Studien vorliegen, sollten diese Aspekte bei Auszubildenden in Gesundheitsfachberufen untersucht werden. An einer medizinischen Berufsfachschule wurden bei einer Vollerhebung 433 standardisierte anonyme Fragebögen zu Erkrankungen, die in den letzten zwölf Monaten auftraten, zu regelmäßig eingenommenen Medikamenten und zum Einnahmeverhalten an 301 Pflegeschüler und 132 weitere Auszubildende in Gesundheitsfachberufen ausgegeben, wovon 432 auswertbar waren. Erkältungskrankheiten (94,4% Pflegeschüler vs. 93,0% Schüler der Vergleichsgruppe), Kopfschmerzen/Migräne (82,9% vs. 74,0%), Rückenschmerzen (68,7% vs. 67,7%), Bronchitis/Husten (64,1% vs. 53,9%) sowie Schulter- und Nackenschmerzen (62,6% vs. 68,0%) wurden am häufigsten benannt. Bei Erkältungskrankheit suchten nur 36,9% vs. 39,2% einen Arzt auf. Am häufigsten wurde die ?Anti-Baby-Pille? regelmäßig eingenommen (67,4% vs. 54,2%). In großem Abstand folgten Schmerzmittel (14,3% vs. 12,2%) und Erkältungs-/Grippemittel (11,0% vs. 7,6%). 74,3% vs. 71,3% nahmen die Medikamente genau nach ärztlicher Verordnung ein. Die Ergebnisse weisen vor allem auf die schon bei Auszubildenden vorhandene Schmerzsymptomatik im Nacken-/Rückenbereich hin. Daher sollten die Themen der Gesundheitsförderung und Prävention muskuloskelettaler Erkrankungen noch stärker in der Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen berücksichtigt werden. Einführung Schlüsselwörter Auszubildende in Gesundheitsfachberufen Erkrankungen Medikamentenkonsum Pflegeschüler In der Ausbildung nach dem Krankenpfl egegesetz soll Pfl ege ausdrücklich unter Einbeziehung von präventiven Maßnahmen zur Verbesserung, Erhaltung sowie Förderung der physischen und psychischen Gesundheit der zu pflegenden Menschen stattfinden [5]. Dies ist für die Pflegeschüler eine gute Grundlage, um auch für sich selbst ein optimales Gesundheits- und Präventionsverhalten zu entwickeln, was eine wesentliche Voraussetzung ist, um wirksame und authentische Gesundheitsförderer zu sein. Jedoch zeigen aktuelle Studien, dass auch unter Auszubildenden der Pflegeberufe Beschwerden, Schmerzen, Erkrankungen und Medikamenteneinnahmen häufig anzutreffen sind [3,6,2]. Unter den von Bomball et al. (2010) befragten deutschen Pflegeauszubildenden litten 52,2% täglich bis wenigstens ein Mal wöchentlich unter Kreuz- oder Rückenschmerzen sowie 48,8% unter Nacken- und Schulterschmerzen. Mindestens ein Mal wöchentlich gaben 45,9% Kopfschmerzen an. 36,1% berichteten täglich bis mehrmals wöchentlich Schlafstörungen. Bei 26% der Auszubildenden traten Bauch- und Kopfschmerzen auf [3]. Se,
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