Evaluation des Schmerzmanagements bei gynäkologischen Patientinnen – Eine Pilotstudie

Schmerzen sind ein weitverbreitetes Problem bei Krankenhauspatienten und die Pflegediagnose „Schmerz“ wird sehr häufig gestellt. Ein adäquates Schmerzmanagement kann Patienten Schmerzen und deren Folgen ersparen. Das Ziel dieser Pilotstudie war die Evaluation des Schmerzmanagements bei stationären Patientinnen mit gynäkologischen Erkrankungen an einer Universitätsklinik für Frauenheilkunde. Dabei sollten die Häufigkeit, Intensität, Dokumentation, die Aufklärung zu Schmerzen und deren Therapie und die Zufriedenheit der Patientinnen mit dem durchgeführten Schmerzmanagement erfasst werden. Die Datenerhebung erfolgte als standardisierte Befragung mit einer modifizierten Version des American Pain Society – Patient Outcome Questionnaire. Das Ergebnis der Untersuchung zeigt eine hohe Schmerzprävalenz und einen negativen PMI bei 54,5% (n=66) der Patientinnen, der auf eine inadäquate Schmerztherapie hinweist. Zudem wurden Schmerzen nicht systematisch erfasst und folglich konnte keine adäquate Schmerztherapie erfolgen. Obwohl nicht alle Patientinnen die entsprechende Schmerztherapie erhielten, war trotzdem ein Großteil mit dem Schmerzmanagement, mit der Reaktion des Pflegepersonals oder der Ärzte nach Schmerzäußerung zufrieden. Für ein optimales Schmerzassessment und Schmerztherapie wird die Implementierung eines Schmerzstandards empfohlen.
Autor/in/nen
Elisabeth Kendlbacher, Elfriede Fritz, Daniela Deufert, ,
Abstract
Pain represents a widespread problem in hospitals and the nursing diagnosis „pain” is frequently placed. Many patients can be spared pain and its consequences if adequate pain management procedures are carried out. The aim of this descriptive cross-sectional pilot survey was to evaluate the pain management among gynaecological inpatients. This study examined pain prevalence, pain intensity, pain documentation, information to pain therapy and satisfaction with the pain management. Data were collected through structured interviews with 125 participants using a modified version of the American Pain Society – Patient Outcome Questionnaire. Pain prevalence was high in this survey. A negative PMI, indicating an inadequate pain therapy, was found in 54,5% (n=66) of the sample. Pain intensity was not really taken into consideration of the analgesics prescription and pain documentation was poor. But nearly all of the patients were satisfied with the overall pain management, response of nurses and doctors after they expressed their pain. The implementation of a pain management standard is recommended to improve pain assessment and therapy.
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