Dec 17, 2018 Last Updated 10:20 AM, Dec 14, 2018

Forschungswelten 2019

Save-the-date: Forschungswelten 2019! Vom 4.-5. April 2019 findet an der Hochsc...

Ausgaben
Olaf Stoffel
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Der Cohen-Mansfield Agitation Inventory (CMAI) ist ein Assessment zur Einschätzung der Intensität agitierten Verhaltens bei demenziell erkrankten Menschen. 25 (29) Verhaltensweisen werden auf dem CMAI benannt. Auf einer siebenstufigen Skala (Teil A) wird das Ausmaß herausfordernden Verhaltens festgehalten. Im Teil B sind Aussagen über etwaige Antriebsstörungen zu treffen. Der CMAI ist eine Entscheidungshilfe, wenn es darum geht zu klären, ob ein demenziell erkrankter Heimbewohner auf eine gerontopsychiatrische Station verlegt werden sollte oder nicht. Die Heimaufsichtsbehörden fordern zunehmend den Einsatz des CMAI, um z. B. heiminterne Entscheidungen über die Verlegung von Bewohnern besser nachvollziehen zu können.

Daniela Händler-Schuster, Heike Geschwindner, Sandra Oppikofer, Christa Them
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Da im deutschsprachigen Raum bisher keine empirischen Ergebnisse im Bedarf einer Schulung mit dem Instrument Observed Emotion Rating Scale (OERS) vorliegen, sollte mit der Untersuchung herausgefunden werden, welche Informationen Erfasserinnen für den Einsatz der OERS benötigen. Die Untersuchung wurde explorativ mit dem methodischen Ansatz der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2003) bei 12 Probandinnen durchgeführt. Anhand der Ergebnisse wurde ersichtlich, dass der Einsatz der OERS gut vorbereitet werden muss, weil die Einschätzung von Emotionen bei demenzerkrankten Menschen Hintergrundwissen zur Erkrankung benötigt und eine Anpassung der Beobachtenden an die Umgebung Voraussetzung ist. Ferner stellte sich heraus, dass sich der Einsatz der OERS dazu eignet, die Umgebung von Demenzerkrankten zu reflektieren, weil der Umstand, dass nur selten Emotionen geäußert werden, auch ein Zeichen für eine unangepasste Umgebung sein kann.

Elisabeth Kendlbacher, Elfriede Fritz, Daniela Deufert
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Schmerzen sind ein weitverbreitetes Problem bei Krankenhauspatienten und die Pflegediagnose „Schmerz“ wird sehr häufig gestellt. Ein adäquates Schmerzmanagement kann Patienten Schmerzen und deren Folgen ersparen. Das Ziel dieser Pilotstudie war die Evaluation des Schmerzmanagements bei stationären Patientinnen mit gynäkologischen Erkrankungen an einer Universitätsklinik für Frauenheilkunde. Dabei sollten die Häufigkeit, Intensität, Dokumentation, die Aufklärung zu Schmerzen und deren Therapie und die Zufriedenheit der Patientinnen mit dem durchgeführten Schmerzmanagement erfasst werden. Die Datenerhebung erfolgte als standardisierte Befragung mit einer modifizierten Version des American Pain Society – Patient Outcome Questionnaire. Das Ergebnis der Untersuchung zeigt eine hohe Schmerzprävalenz und einen negativen PMI bei 54,5% (n=66) der Patientinnen, der auf eine inadäquate Schmerztherapie hinweist. Zudem wurden Schmerzen nicht systematisch erfasst und folglich konnte keine adäquate Schmerztherapie erfolgen. ...

Mario Albrecht, Karin Wolf-Ostermann, Heiner Friesacher
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Moderne Informationstechnologien schaffen neue Möglichkeiten und Bedürfnisse. Auch im Bereich der stationären Altenpflege sind Informationssysteme zur Verwaltung von Bewohner- und Klientendaten nicht mehr wegzudenken. Im theoretischen (I.) Teil beschäftigen wir uns, ausgehend von der Überlegung, was Pflegende zu Experten macht, mit dem Diskurs Pflege – Technik. Im empirischen (II.) Teil präsentieren wir eingangs eine Expertenbefragung sowie eine darauf aufbauende standardisierte Erhebung unter Pflegenden der stationären Altenpflege (n = 184). Im Ergebnis zeigen wir, dass sich der Tenor der theoretischen Diskussion in der Praxis nicht wiederfinden lässt. Diese Arbeit möchte am Beispiel der Auseinandersetzung mit der elektronischen Pflegedokumentation einen kritischen Blick auf die derzeitigen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Einsatz technischer Innovationen lenken. Sie soll dazu dienen, die Entwicklungen zu hinterfragen, mit dem Ziel, dass sich die Pflegenden der Veränderungen und Einflüsse bewusst we ...

Franco Mantovan, Dietmar Ausserhofer, Verena Baumgartner
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Die aktuellen Leitlinien der nationalen Gesellschaften für Anästhesiologie empfehlen eine Verkürzung der präoperativen Nüchternzeit. Das Ziel dieser Untersuchung bestand darin, in kurzer Form die praktische Handhabung der präoperativen Nüchternheit vor elektiven Eingriffen zu erfassen und Hypothesen für weitere Forschungsvorhaben in diesem klinischen Bereich zu generieren. Es wurden 21 telefonische Interviews mit diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegern/innen an Abteilungen der Allgemeinchirurgie in Südtirol, Norditalien und Österreich mittels eines auf evidence-basierten Erkenntnissen aufgebauten Fragebogens durchgeführt.

Gabriele Schroeder
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Sowohl in der schulischen als auch in der beruflichen Praxis ist schon längstens der Bedarf für einen interprofessionellen Arbeitsalltag aufgezeigt. Alle Professio-nen haben in ihren Curricula und Bildungsplänen die Notwendigkeit verankert, interprofessionelle Aspekte zu berücksichtigen und mit den involvierten Berufspersonen zu kooperieren. Sowohl in den Institutionen der Bildung, als auch der beruflichen Praxis wurden und werden verschiedene Projekte initiiert, um die interprofessionelle Zusammenarbeit zu fördern und gezielter zu gestalten. Bisher sind diese Aktivitäten eher Einzelaktionen der Institutionen. Erreichte Erfolge bleiben auf die Institution begrenzt und eine Außenwirkung deshalb eher zufällig. Dennoch sollte man diesen Projekten einen hohen Stellenwert einräumen, zeigen sie letztendlich die Relevanz des Themas auf und lassen einen Paradigmenwechsel näher rücken.

Manuela Grieser, Christoph Abderhalden
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Mit den Bologna- und Kopenhagener Prozessen haben viele westeuropäische Länder Reformen im (Aus-)Bildungssystem durchgeführt mit dem Ziel einer einheitlichen und marktfähigen europäischen Bildungsplattform und einem Paradigmenwechsel in der Vermittlung ausbildungsrelevanter Inhalte. In der Schweiz und in Deutschland verändert sich seither die Bildungslandschaft in der Psychiatrischen Pflege. In der Schweiz werden spezialisierte psychiatrische Grundausbildungen zugunsten generalistischer Ausbildungen abgelöst mit der Möglichkeit auf spezialisierte Nachdiplom-Ausbildungen. In Deutschland und der Schweiz werden Bildungsgänge inhaltlich umstrukturiert, um der Veränderung von Inputorientierung (Lehren durch Lehrer) hin zur Outcomeorientierung (selbstgesteuertes Lernen zum Kompetenzerwerb) zu vollziehen. Die Outcomeorientierung in der Berufsausbildung und die Nachfrage nach einem internationalen Vergleich der Berufsausbildungen lassen den Bedarf nach definierten beruflichen Kompetenzen deutlich werden. Für die psy ...

Markus Köhl, Eduard David
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Die Veränderung der Hirnaktivität und der vegetativen Funktionen während eines erweiterten Wahrnehmungseindrucks sind Thema einer Forschungsarbeit an der Universität Witten-Herdecke. Es konnte festgestellt werden, dass der Einfluss von Entspannung die Wahrnehmungsfähigkeit vertieft. Die Ergebnisse der Arbeit lassen sich zur Erörterung der Qualität einer Pflege-Patientenbeziehung hierauf übertragen. Eine empathische, subtilere Wahrnehmung für den Patienten steht für eine Verbesserung der Qualität, wobei Bedürfnisse und Ressourcen des Patienten samt seiner Situation umfassender erkannt werden. Die Pflegefachkraft gewinnt darüberhinaus an Kompetenz, wenn sie sich selbst besser empfinden und wahrnehmen kann, sei es durch ein intensiveres eigenes Körperempfinden oder durch fühlbare eigene Emotionen. Durch das Erleben des eigenen Leibes ist sie imstande ihre eigene Situation zu erkennen und sich mental auf die Pflegearbeit vorzubereiten. Durch eine bewusst gestaltete Beziehung kann die Pflegekraft ein vertrauensvol ...