10-2006 Gesamtausgabe

Gesamte Ausgabe 10-2006 der Pflegewissenschaft.
Autor/in/nen
Gesamtausgabe Pflegewissenschaft, hpsmedia GmbH, : Dr. phil. Irma M. Hinghofer-Szalkay Goethestraße 47 A-8010 Graz Österreich Tel./Fax: +43-316-324195 irma.hinghofer@aon.at Irma M. Hinghofer-Szalkay, Mag. Dr. phil., DGKS, LSR, NLP-Master-Practitioner; Institut für Bildungs- und Erziehungswissenschaften der KarlFranzens-Universität Graz Werner Wiltsche, DPGKP, akademisch geprüfter Lehrer für Gesundheits- und Krankenp?ege; Schule für psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege des Landes Steiermark an der Landesnervenklinik Sigmund Freud Als Mentoring versteht man einen intensiven persönlichen Austausch zwischen einer professionell erfahrenen Person ? dem Mentor ? und einer weniger erfahrenen, dem Protegé oder Mentée. Mentoring gilt als ein Instrument, das die beru?iche Laufbahn auch in der professionellen P?ege wesentlich unterstützen kann. Optimales Mentoring erfordert entsprechende psychosoziale (kommunikative) Fähigkeiten und sollte in Abstimmung mit individuellen Karriereplänen des Protegés erfolgen (gezielte Auswahl von Mentoring-Modellen für die P?ege, hier MMP). Je nach Zielsetzung und Rahmenbedingungen kommen die traditionelle Mentor-Mentée-Beziehung, aber auch alternative Modelle wie Team-, Peer-, Inklusiv-, fortgeschrittenes und E-Mentoring zum Einsatz. Die moderne P?egeliteratur belegt einen Konsens bezüglich Konzeption und Validität des MentoringModells für Praxis, Theorie und Forschung. 1. Einleitung Mentoring Die Idee des Mentoring wurde bereits in der Antike praktiziert. Während König Odysseus in den Trojanischen Krieg zog, übergab er die Verantwortung für seinen Sohn Telemach an den hoch geachteten Erzieher und Berater, den Gelehrten Mentor. Jeder intensive Austausch zwischen einer beru?ich erfahrenen und einer weniger erfahrenen Person, deren individuelle Entwicklung und beru?iche Karriere gefördert werden soll, kann als Mentoring bezeichnet werden (Mentoring Center, To teach is to learn twice. 2006). Der Erfolgt hängt dabei wesentlich von psychosoJoseph Joubert zialen Funktionen (kommunikativen Fähigkeiten) und dem gegenständlichen persönlichen Karriereplan ab, bedingt also eine gezielte Auswahl eines entsprechenden Mentoring-Modells (Russell & Adams, 1997). Das Mentoring-Konzept hat in letzter Zeit eine zunehmende Bedeutung in der gehobenen P?egeausbildung erlangt (Busen & Engebretson, 1999). In der p?egepädagogischen Praxis trägt Mentoring zur fachlichen und persönlichen Entwicklung bei. Gemeinsam können aktuelle Situationen aus einer anderen Perspektive beleuchtet und Ansatzpunkte für Veränderung, z. B. hinsichtlich der beru?ichen Quali?kation oder des persönlichen Lebensweges, entwickelt werden. Klarheit über Ziele und den Weg dorthin sowie ein Zuwachs an sozialen Kompetenzen, können gewonnen werden. Dazu gehören auch die ungeschriebenen Spielregeln der Berufswelt und andere Kniffe. Schlüsselwörter Karriereplan Mentoring-Modelle für die P?ege (MMP) Peer fortgeschrittenes Mentoring E-Mentoring kommunikative Skills MentorInnen in der professionellen P?ege sind beru?ich,
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