Die Europäische NEXT-Studie zum vorzeitigen Ausstieg aus dem Pflegeberuf

Die NEXT-Studie – Nurses Early Exit Study, eine von der Europäischen Kommission geförderte quantitative Längsschnittstudie, untersucht länderübergreifend in 10 Ländern Europas (Polen, Niederlande, Deutschland, Slowakei, Schweden, Belgien, Frankreich, Italien, Großbritannien, Finnland) die Arbeitsbedingungen und die Arbeitsmotivation in der professionellen Pflege. Sie geht der zentralen Fragestellung nach: Was bewegt professionell Pflegende dazu, frühzeitiger als andere Berufsgruppen, den Beruf zu verlassen? Denn langfristig wird die demografische Entwicklung schwer wiegende Auswirkungen auf die Gesundheits- und Pflegeversorgung haben. Daher stellt sich die Frage, was zu tun ist, um professionell Pflegende länger im Beruf zu halten. Die Gründe für die hohe Fluktuation in den Pflegeberufen1, besonders in Deutschland und den frühzeitigen Ausstieg aus den Pflegeberufen versucht die NEXT-Studie erstmalig aufzuklären. Neben Arbeitsbedingungen und -zufriedenheit untersucht sie körperliche Belastungen, Arbeitszeiten, Führung, Arbeitsplatzsicherheit und Konflikte zwischen Familie und Arbeit, aber auch Arbeitsbeanspruchung und Bournout. Der Berufsausstieg wurde über die Stressmodelle „EPI – effort reward imbalance” (Siegrist) und „DCM – demand control model“ (Karasek und Thorell) analysiert.
Autor/in/nen
Gabriele Achenbach, ,
Abstract
The European NEXT-Study (Nurses Early Exit Study, www.next-study.net), a longitudinal study financed by the European Commission, diagnosed the work conditions and work motivation of the nursing profession in over ten European Countries (Belgium, Finland, France, Germany, United Kingdom, Italy, Netherlands, Poland, Slovakia, Sweden). The demographic development in Europe and Germany will definitely have consequences on the health care. The question is: who will provide the care needed for an ageing society in the coming decades? The study investigated the intention to leave the nursing professions in relation to work conditions, e.g. physical load, work schedule, leadership, job-security, work-home conflicts and the outcomes with Assessments for Burnout, i.e. WAI – the work ability index. The intentions to leave the profession are analysed in relation to the Karasek und Thorell stress model “demand control model – DCM” in additon the Siegrist stress model “effort reward imbalance – ERI”.
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