Sep 16, 2019 Last Updated 11:38 AM, Sep 10, 2019

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Michael Fischer, Thomas R. Neubert
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Mit dem Expertenstandard „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“ wurde in Deutschland der erste nationale Pflegestandard von einem Expertengremium erarbeitet, konsentiert, pilotiert und im Jahr 2002 publiziert. Die Implementierung des nationalen Standards im Klinikum der Philipps-Universität Marburg erfolgte durch eine interdisziplinär besetzte Arbeitsgruppe von Pflegenden, die einen klinikinternen Pflegestandard „Dekubitusprophylaxe“ auf Grundlage des nationalen Expertenstandards erarbeitet und Schulungsmaßnahmen durchgeführt hat. Die Einführung der Diagnosis Related Groups (DRG) machten eine Optimierung der Versorgungsprozesse im Krankenhaus notwendig. Es entstanden (und entstehen) so immer mehr Behandlungspfade. Diese werden an unserem Klinikum in der Regel als klinische Algorithmen dargestellt. Diese Darstellung erleichtert die Implementierung der Behandlungspfade in ein Krankenhausinformationssystem und hilft Optimierungspotentiale zu entdecken. Zur Verknüpfung dieser Behandlungspfade mit Leitlinien und P ...

Johanna Niederberger-Burgherr
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Im folgenden Beitrag werden die Begriffe Telemedizin, Teleüberwachung, Telehilfe und Pflege definiert und deren Anwendungen und Nutzen vor allem in der Langzeitpflege in der Spitex1 erläutert.

Daniel Bremer
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Der folgende Beitrag berichtet von Vorüberlegungen, Erfahrungen und ersten Ergebnissen aus einem Pilotprojekt, in dem regelmäßig moderierte philosophische Gespräche mit Alzheimerpatienten im Frühstadium und Angehörigen geführt werden. Welche Folgerungen lassen sich für eine mögliche Institutionalisierung offener Gesprächsplattformen als Therapieform im weitesten Sinne daraus ableiten?

Pia Wieteck
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ENP® ist eine standardisierte Pflegefachsprache, mit deren Hilfe das Ergebnis einer klinischen Beurteilung der aktuellen und potenziellen Gesundheitsprobleme und Lebensprozesse einer Person in Form einer Pflegediagnose (nursing diagnosis) beschrieben werden kann. Auf der Grundlage der festgestellten Pflegediagnosen inklusive Kennzeichen (characteristics); Ursachen/beeinflussenden Faktoren (etiologies) und Ressourcen (ressources) werden Pflegeinterventionen (interventions) ausgewählt, um so den pflegerischen Behandlungspfad wiederzugeben. Die Entwicklung von ENP® wurde bereits an anderer Stelle beschrieben (vgl. PrInterNet 11/03), erwähnt sei hier jedoch, dass ENP® kein hierarchisch geordnetes Klassifikationssystem (Wieteck 2004c; Wieteck 2004b) ist. ENP® bildet einen horizontal entwickelten pflegediagnosenbezogenen Behandlungspfad ab. Die Inhalte sind in horizontale Klassen die untereinander in Verbindung stehen, nach pflegefachlich begründeten Prinzipien geordnet. Dabei hat ENP® den Anspruch den Pflegeproz ...

Ingrid Darmann
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Das problemorientierte Lernen (POL) stellt grundsätzlich ein vielversprechendes Lehr-/Lernkonzept zur Förderung transferfähigen Wissens und Könnens dar. Die Schüler erarbeiten sich anhand von Fällen, die komplexe pfl egeberufl iche Problemsituationen1 beinhalten, und mit einer vorgegebenen methodischen Struktur („Siebenschritt“) selbst gesteuert das zum Verständnis oder zur Lösung des Falles notwendige Wissen. Der „situierte“ Erwerb von Wissen, also die Verknüpfung des zu erwerbenden Wissens mit Situationen aus der Berufswirklichkeit, soll den Transfer theoretischen Wissens in die Praxis befördern (vgl. Mandl/Gruber/Renkl 1993; Reetz 1996). POL ist aber nicht gleich POL, vielmehr lassen sich unterschiedliche Ausrichtungen unterscheiden, die jeweils spezifi sche Ausbildungsziele verfolgen. In diesem Artikel wird ein POL-Ansatz vorgestellt und begründet, mit dem insbesondere der Erwerb von Deutungswissen und die Förderung hermeneutischen Fallverstehens angeregt werden soll.

Friederike Störkel, Marcellus Bonato
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Evidenzbasierte Pflegepraxis meint die Integration von individueller pflegerischer Expertise mit der bestmöglichen externen wissenschaftlichen Evidenz. Dabei verstehen die Autoren Evidence-based Nursing (EBN) nicht als eine neue Methode per se, sondern vielmehr als eine Haltung und eine grundsätzliche Herangehensweise an Themen in der Pflegeausbildung, der Pflegepraxis und der Forschung. Wird EBN so betrachtet, dann ist die Pflege zur Entwicklung spezifischer Fach- und Methodenkompetenz und zur Schaffung von geeigneten Koordinations- und Kommunikationsstrukturen sowie zur Forschung auf diesem Gebiet aufgefordert. Exemplarisch hierfür wird die curriculare Einbindung von EBN in den Studiengängen Pflegemanagement und Pfl egepädagogik an der Fachhochschule in Münster präsentiert. Der Workshop „Wie kann man Studien lesen und verstehen. Das Beispiel Demenz“ auf dem 1. Internationalen wissenschaftlichen Kongress für angewandte Pflegeforschung 7./8. Mai 2004 in Freiburg widmete sich der Umsetzung von EB ...

Cordula Ahrendt, Katrin Theilig, Jessica Pehlke-Milde
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Im Lernfeldkonzept wird davon ausgegangen, dass die berufl ichen Tätigkeitsfelder und der Bildungsauftrag der Berufsschule den wesentlichen Bezugsrahmen für den Berufsschulunterricht darstellen müssen, um heutigen beruflichen Anforderungen gerecht zu werden. Die Pflegeausbildung ist administrativ nicht an das Lernfeldkonzept gebunden, nutzt jedoch für die Curriculumentwicklung diesen konzeptionellen Ansatz der Berufsbildung. Der Begriff Lernfeld impliziert die Aufhebung von Fächersystematik und wird durch Ziele, Zeitrichtwerte und Inhalte umschrieben. In der Literatur wird die fehlende bildungstheoretische und fachdidaktische Grundlage bei der Umsetzung der Lernfelder in Lernsituationen kritisch diskutiert (Panke-Kochinke 2002). Verschiedene Modellprojekte (NELE, SELUBA) untersuchen neue Unterrichtsstrukturen und Lernkonzepte berufl ichen Lernens in der Umsetzung des Lernfeldkonzepts. Die in den Mittelpunkt gestellte Entwicklung von Handlungskompetenz wird von Seyd (1995) und Bader (2002) als Lei ...