3-2014 Gesamtausgabe

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Gesamtausgabe Pflegewissenschaft, hpsmedia GmbH

Gesamte Ausgabe 3-2014 der Pflegewissenschaft.

Nicole Stulier

Hintergrund Für die Pflegepraxis der stationären Altenhilfe gibt es derzeit kein standardisiertes Instrument zur umfassenden und differenzierten Einschätzung der Mobilität (Huijbregts et al., 2009). Dies veranlasste eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Angelika Abt-Zegelin von der Universität Witten/Herdecke (UW/H) zur Entwicklung des Erfassungsbogens Mobilität (EBoMo). Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist eine erste wissenschaftliche Untersuchung ausgewählter Qualitätskriterien des EBoMo. Methode Anhand einer Gelegenheitsstichprobe von 222 Pflegeheimbewohnern wurden die Interrater-Reliabilität, die Item-Schwierigkeit und die Trennschärfe der Items des EBoMo untersucht. Ergebnisse Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass es sich beim EBoMo um ein Instrument handelt, welches wahrscheinlich hinreichend verlässlich in der Lage ist, die Mobilität von Pflegeheimbewohnern differenziert und umfassend zu erfassen.

Kerstin C. Freund

Um dem zunehmenden Fachkräftemangel in der Pflege zu begegnen, sind neue Konzepte zur Problemlösung erforderlich. Um diese entwickeln zu können, ist es zunächst notwendig die Versorgungssituation in Altenpflegeeinrichtungen zu ermitteln. Methode: Es wurde ein Fallstudiendesign gewählt. Die Datenerhebung erfolgte anhand eines adaptierten, fokussierten Experten-Workshop ergänzt um die Theory-of-constraints. Ergebnisse: Die pflegerische Versorgung wird durch kontinuierliche Aushandlungsprozesse um Ressourcen und Leistungen bestimmt. Diskussion: Als Hauptursache können rechtliche Rahmenbedingungen bestätigt werden, die einer angemessenen Versorgung entgegenstehen. Sowohl die Feststellung der Pflegebedürftigkeit als auch die Pflegesatzverhandlungen sind zu Ungunsten des Pflegebedürftigen konzipiert.

Ralf Twenhöfel

Bestrebungen einer Reform der Pflegeausbildung mit der Zielsetzung eines generalistischen Abschlusses scheiden seit langem die Geister. Derzeit formieren sich die Gegner, deren Kritik das Format von Großveranstaltungen erreicht. Vom Standpunkt der Altenpflege prüft die folgende Darlegung die Argumente auf beiden Seiten und gelangt zu dem Ergebnis, dass zum derzeitigen Zeitpunkt weder ein abschließendes Pro noch ein Contra angebracht ist. Denn jede Position hat normative Implikationen, die bislang keineswegs hinreichend bedacht worden sind. Die Zielsetzung einer Reform sollte weniger technisch verstanden werden und sich nicht darauf beschränken, die Ausbildung an steigende („komplexe“) Berufsanforderungen anzupassen, um die Qualität der Pflege zu sichern. Vom Standpunkt der Altenpflege müsste die Schlüsselfrage einer Reform vielmehr lauten: Wie wollen wir im Alter leben und welche Pflege und Pflegeausbildung benötigen wir dafür!

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