3-2005 Gesamtausgabe

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Gesamtausgabe Pflegewissenschaft, hpsmedia GmbH

Gesamte Ausgabe 3-2005 der Pflegewissenschaft.

Björn Sellemann, Ursula Hübner

Durch die Einführung des DRG-Systems gewinnt Software in der Pflege, insbesondere die Pflegedokumentation an Bedeutung, da sie als Hilfsmittel der Abrechnung und der strategischen Planung einer Einrichtung herangezogen werden kann. Vor diesem Hintergrund versucht die vorliegende Arbeit, die unterschiedlichen Prioritätsverteilungen aus Sicht des Pflegemanagements und des Krankenhausmanagements sowie deren Unterschiede bei der Einführungsplanung von Pflegesoftwaremodulen darzustellen. Auf der Basis einer Gesamtbefragung aller deutschen Akutkrankenhäuser wurden die Datensätze ausgewählt, in denen beide Berufsgruppen aus einem Haus geantwortet hatten (n=95). Die Ergebnisse zeigen eine klare Favorisierung von Stationskommunikation sowohl in den Prioriäten wie in den Plänen. Am schlechtesten schnitt die Pflegeplanungssoftware ab. Pflegedokumentation erhält zwar eine relativ hohe Priorität, wird jedoch in der Planung unterschiedlich behandelt. So haben die Krankenhausdirektoren klare Pläne hinsichtlich ...

Michael Prinz, Annita Budzanowski, Stefan Stremitzer, Thomas Hölzenbein, Thomas Wild

In Zeiten zunehmender Technisierung der Medizin wird die Bedeutung der Wundbehandlung und Wunddiagnostik sträflich vernachlässigt. Diverse Analysen der aktuellen Situation in der Wundbehandlung zeigen Missstände auf. So ist jeder zehnte Patient von einer Wundinfektion betroffen, für dessen Diagnose keine ausreichende technische Unterstützung zur Verfügung steht. Das menschliche Auge ist wiederum nicht in der Lage, den Zustand von Wunden objektiv einzuschätzen. Aus diesen Gründen wurde das Wundanalyseprogramm WHAT entwickelt, das anhand digitaler Wundbilder die Wundgröße und die Anteile der drei Wundgewebearten Granulationsgewebe, Fibrin und Nekrose exakt bestimmt.

Christine Schaubmayr, Thomas Praxmarer, Günter Weiss et al.

Mithilfe einer Kontrollgruppen-Studie wurde die wechselseitige Abhängigkeit, welche zwischen verschiedenen Patientenfällen und -variablen besteht, analysiert. Dabei haben sich deutliche Resultate bei jenen Patienten ergeben, die an neurologischen Defiziten und Demenz leiden. Außerdem ist die „Kollaps-Gruppe“ durch einen signifikant niedrigen Hämoglobin-Wert auffällig geworden.

Andreas Spiller, Norbert Gittler-Hebestreit

Die Umsetzung des Gesundheitsstrukturgesetzes und die demografischen Entwicklungen stellen die Dienstleister im Gesundheitswesen vor Herausforderungen hinsichtlich einer wirtschaftlichen Gestaltung eines Patientenaufenthaltes und einer damit verbundenen Etablierung eines zeitnahen und systematischen Entlassungsmanagements. Ziel des Praxisprojektes ist die Etablierung eines kriteriengeleiteten Verfahrens zur Pflegeüberleitung unter Einbindung aller erforderlichen Berufsgruppen. Strukturiert wird das Projekt als Interventionsstudie nach dem Ansatz des Projektmanagements. In qualitativen Interviews wird die Ausgangssituation erhoben. Anschließend werden die erforderlichen Instrumente entwickelt und deren Anwendung getestet. Das Verfahren einer geordneten Pfl egeüberleitung wird den Mitarbeitern in Schulungen vermittelt. Standardisierte schriftliche Befragungen erfolgen zur Evaluation. Es wird nachgewiesen, dass ein abgesichertes Procedere die Bedürfnisse der Patienten berücksichtigt und ebenso zu ei ...

Uwe Krämer

Im Rahmen der immer wieder neu aufflackernden Professionalisierungsdebatte wird die Frage aufgeworfen, ob die Professionalisierung der Pflegeberufe als Chance oder als Dilemma zu werten ist. Um diese Frage zu beantworten, erläutert der Autor zuerst den Weidnerschen Ansatz von Professionalisierung, da dieser in der deutschen Pflegefachliteratur häufig rezipiert wird. Daran anbindend wird eine für die Pflegeberufe bisher wenig beachtete Perspektive von Professionalisierung dargestellt, um auf diesem ungewohnten Hintergrund zur Ausgangsfrage zurückzuführen und diese zu beantworten: Braucht die Pflege wirklich Professionalisierung?

Birgit Panke-Kochinke

Vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen mit der Konstruktion von Lernsituationen im Rahmen des Lernfeldkonzeptes1 wird im folgenden der Weg von seinem Ergebnis aus betrachtet (1. Das Ergebnis). Damit werden Umwege, die sich im Prozess als Sackgassen ergeben haben, übergangen. Die Konstruktionsprinzipien werden beschrieben (2. Die Konstruktionsprinzipien).2 Ein Beispiel (3. Das Beispiel) erläutert mögliche Umsetzungsformen und die Schlussbemerkung (4. Schlussbemerkung) verweist vor dem Hintergrund der Erfahrungen auf Möglichkeiten und Grenzen der Integration von Lernsituationen in die aktuelle schulische Unterrichtspraxis.

Johannes Nau

Pflege muss in Zukunft mehr als bisher für die Schaffung gesundheitsförderlicher Bedingungen Sorge tragen. Da das Gesundheitssystem Defizite hat, braucht es pädagogische Arbeit, um Patienten zu befähigen, sich ihrer eigenen Sache anzunehmen. Für solche Sachverhalte wurde der Begriff „Empowerment“ geprägt. Empowerment bietet eine Handlungsrichtlinie an, mit der Patienten gestärkt und zu Gestaltern ihrer Umwelt werden können.

Dorothee Spürk, Michaela Flechsenberger, Anke Marks, Dr. Birgit Panke-Kochinke, Rüdiger Seifert

Nachdem in der ersten Folge der Reihe „Lernsituationen in der Gesundheits- und Krankenpfl ege/Gesundheits- und Kinderkrankenpflegeausbildung“ bereits theoretische Grundgedanken zum Curriculum des Kooperationsverbundes niedersächsischer Krankenpfl egeschulen sowie eine Lernsituation dargestellt wurden, folgt an dieser Stelle eine weitere Lernsituation (Titel: „Prioritäten setzen“). Sie hat im Rahmen des Curriculums für die schulische Ausbildung des niedersächsischen Kooperationsverbundes im Lernfeld 3 ihren Platz.

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