Sep 22, 2018 Last Updated 6:55 AM, Sep 17, 2018

Forschungswelten 2019

Save-the-date: Forschungswelten 2019! Vom 4.-5. April 2019 findet an der Hochsc...

Lernwelten 2018

Lernwelten 2018 18. internationaler wissenschaftlicher Kongress für Pflege- und ...

Rechtshandbuch für Pflegeeinrichtungen von A-Z - Juli 2018

Böhme
 
Böhme, Hans
Rechtshandbuch für Pflegeeinrichtungen von A-Z
Verständliche Rechtserläuterungen – konkrete Handlungsanweisungen – direkte einsetzbare Arbeitshilfen
WEKA-Media, Kissing, 2002, 158 €, ISBN 3-8276-4424-0 – Mai 2018
 
Von dem im März 2003 an dieser Stelle vorgestellten Rechtshandbuch für Pflegeeinrichtungen liegt die 74. Nachlieferung vor.

Die Nachlieferung enthält zwei neue Stichwörter:
• Schweigepflicht - Behandler und Pflegekräfte bekommen ständig vertrauliche Informationen, die häufig weitergeleitet werden müssen, manchmal sogar an Externe, wie z.B. Krankenkassen oder den MDK. Manchmal will man aber auch mit einem Freund oder dem Partner darüber reden. Doch für Pflegekräfte gilt die Pflicht zur Verschwiegenheit. Aber wann greift sie? Und unter welchen Voraussetzungen? In dem Stichwort „Schweigepflicht“ wird über diese Fragen informiert.
• Streik im Gesundheitswesen - Sind Krankenhäuser und Pflegeunternehmen bislang von Arbeitskämpfen verschont geblieben, so könnte sich das in Zukunft ändern. Der Druck vonseiten der Arbeitnehmervertreter wächst. So sind z.B. am 25.09.2017 am Zentralklinikum Augsburg 400 Mitarbeiter in Streik getreten, zurzeit gibt es in etlichen Gesundheitseinrichtungen Warnstreiks. Die hinsichtlich eines Streiks zu bedenkenden rechtlichen Aspekte werden erläutert.

Überarbeitet wurde das Stichwort Mehrarbeit und Überstunden. Es handelt sich um Begriffe, die im Arbeitsrecht unterschiedlich definiert sind. Für die Arbeitsvertragsparteien kommt es darauf an, ob die Arbeit geleistet werden muss und zuschlagspflichtig ist. Für Gesundheitseinrichtungen hat ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts aus dem Jahr 2013 im Bereich des TVöD/TV-L neue Irritationen
geschaffen. 2017 hat das der 6. Senat des Bundesarbeitsgerichts in einem neuen Urteil infrage gestellt und besonders, bei Teilzeitbeschäftigung seine Rechtsprechung geändert.

Eine Rezension von Paul-Werner Schreiner

100 Fragen zum Umgang mit Menschen mit Demenz

Hametner Demenz
 
Hametner Ingrid
100 Fragen zum Umgang mit Menschen mit Demenz
Schlütersche Verlagsgesellschaft, Hannover, 2018, 4. akt. Aufl., 135 S., 19,95 €, ISBN-13: 9783899939613

Der Umgang mit Demenzkranken ist aufgrund recht kontroverser Positionen in der fachlichen Diskussion seit vielen Jahren regelrecht ein Dauerthema, denn es sind bisher keine allgemeinverbindlichen Lösungsstrategien im Sinne einer Verflechtung von Theorie und Praxis gefunden worden. Vor diesem Hintergrund unternimmt die Autorin, eine Krankenschwester und Diplom-Pädagogin, die überwiegend in der Fortbildung tätig ist, den Versuch, mittels Erläuterung vieler Teilaspekte dieses Themenbereiches einen Überblick zu geben.  

Die 100 „Fragen“ mit kurzen Erläuterungen meist im Umfang einer Seite sind in neun Abschnitte untergliedert.
• Abschnitt 1 (Was ist eine Demenz) enthält die wesentlichen Grundlagen über Demenzen (u. a. Krankheitsverlauf, Demenzformen und Diagnostik).
• Abschnitt 2 (Demenzielle Veränderungen) beschreibt u. a. Krankheitssymptome, die durch die Demenz verursachte Pflegebedürftigkeit, Versorgungsleistungen der Pflegeversicherung und Beurteilungsinstrumente (Global Deterioration Scale nach Reisberg, Mini-Mental-State-Examination).
• Abschnitt 3 (Der Herausforderung Demenz begegnen) erläutert vorrangig neben den Bedürfnissen der Erkrankten die in Deutschland geläufigen Pflege- und Betreuungskonzepte (Kitwood, Validation nach Naomi Feil, integrative Validation nach Nicole Richards und basale Stimulation).
• Im Abschnitt 4 (Wege der Verständigung) werden die Fragen der angemessenen Kommunikation mit Demenzkranken dargestellt (u. a. die Formen der Gesprächsführung nach Rogers).
• Abschnitt 5 (Biografie als Schlüssel der Verständigung) befasst sich mit den vielen Aspekten der Biografieorientierung in der Pflege und Betreuung.
• In Abschnitt 6 (Die Würde des Menschen in unantastbar) stehen vorrangig rechtliche Fragen wie die Entscheidungs- und Geschäftsfähigkeit und das Betreuungsverhältnis im Mittelpunkt.
• Abschnitt 7 (Der milieutherapeutische Ansatz) thematisiert die verschiedenen Facetten der Betreuung und Anregung Demenzkranker im fortgeschrittenen Stadium.
• In Abschnitt 8 (Schwierige Situationen und entlastende Hilfen) geht es um die Schmerzerkennung, Weglauftendenzen und Fragen der Überforderung der Mitarbeiter in Gestalt von „Burnout“.
• Abschnitt 9 (Gesundheit – Welche Beachtung gebe ich meiner Gesundheit?) befasst sich mit dem Belastungserleben der Mitarbeiter und den entsprechenden Bewältigungsstrategien.

„Dieses Buch legt das Fundament, auf dem sich der Umgang mit demenziell erkrankten Menschen gestalten lässt.“ (Klappentext). Der Rezensent kann dieser Einschätzung nicht folgen. Im Gegenteil, es werden diverse Modelle und Konzepte ohne Wirksamkeitsnachweise (u. a. Kitwood, Validation und basale Stimulation) angeführt, und es fehlt wesentliches Fachwissen über den Umgang mit Desorientierungsphänomenen, Halluzinationen und Verhaltenszwängen. Somit kann keine Empfehlung zur Lektüre dieser Publikation gegeben werden.

Eine Rezension von Sven Lind

Stolze - Verdacht Demenz

Stolze
 
Stolze, Cornelia
Verdacht Demenz
Fehldiagnosen verhindern, Ursachen klären – und wieder gesund werden
Herder Verlag Freiburg, 2016, 331 S., 24,99 €, ISBN-13: 978-3451613883

Die Thematik Demenz wird seit einigen Jahren teils sehr kontrovers diskutiert. Ist Demenz eine Krankheit oder eine bloße Alterserscheinung? Ist die Demenz vom Alzheimertyp vermeidbar, heilbar oder nicht? Die Autorin, eine Diplom-Biologin und Wissenschaftsjournalistin, hat mit ihrem Buch „Vergiss Alzheimer. Die Wahrheit über eine Krankheit, die keine ist“ im Jahr 2011 für Furore gesorgt, indem sie die These aufstellte, dass Alzheimer ein bloßes Phantom oder Konstrukt sei, denn die diagnostizierten Demenzsymptome hätten letztlich andere, teils organische Ursachen.

In dem vorliegenden Buch nun beschreibt Cornelia Stolze zu Beginn recht ausführlich kognitive Minderleistungen und andere Krankheitssymptome des Demenzsyndroms (u. a. Fehlhandlungen, Wahrnehmungsstörungen, Halluzinationen, Harninkontinenz und Verwirrtheitszustände), um im Anschluss 17 verschiedene Ursachen für Gedächtnisstörungen und Demenz aufzuführen (u. a. Vollnarkose, Hirnverletzungen durch Unfälle, Normaldruckhydrozephalus, Dehydrierung, Schlaganfall, Unterzuckerung bei Diabetes, Vitaminmangel, Medikamentennebenwirkung, Vergiftung durch Schadstoffe). Die Autorin nennt dann die „elf besten Rezepte“ zur geistigen Fitness zwecks Vermeidung kognitiver Einbußen und Demenzen, vom guten Schlaf über Vermeidung von Bluthochdruck bis hin zur Gewichtsreduktion und maßvollem Alkoholgenuss. Zum Schluss werden Tipps und Hinweise für den Fall gegeben, falls es sich nun doch um eine Demenz handeln sollte (Beratungsangebote, Pflegestützpunkte, Warnung vor getarnter Pharmawerbung und rechtliche Aspekte wie die Patienten- und Betreuungsverfügung und die Vorsorgevollmacht).

Kritisch muss angefügt werden, dass es die Autorin versäumt hat, überblickhaft Wesentliches über Demenzen wie Demenzformen, Krankheitsverlauf (stadienbezogene Symptomatik) und Pflege und Betreuung darzustellen. Diese Basisinformationen hätten die Erfassung und Einordnung der von ihr angeführten Symptome erleichtert im Sinne der Unterscheidung in primäre und sekundäre Demenzen und damit zugleich in organische und hirnorganische Ursachen der Demenzen. Positiv kann jedoch angeführt werden, dass es Cornelia Stolze gelungen ist, die teils recht fachspezifischen Sachverhalte sehr allgemeinverständlich dargestellt zu haben. Der Autorin geht es vorrangig um die Vermeidung von Fehldiagnosen im Bereich Demenz, die leider doch recht oft gestellt werden. In diesem Kontext kann konstatiert werden, dass hier ein praxisnaher Ratgeberband vorliegt.
 
Eine Rezension von Sven Lind

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    September 17, 2018 Pressespiegel Paul Werner Schreiner

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    Das September-Heft 2018 der Pflegezeitschrift ist schwerpunktmäßig dem Thema „Management und Führung“ gewidmet. Nach Ausführungen zu „Gesundheitsförderliche Führung“ wird über eine Studie mit dem Titel „Entscheidungsfindung im Krankenhausmanagement“…
  • Heilberufe
    September 17, 2018 Pressespiegel Paul Werner Schreiner

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    Das September-Heft 2018 von Heilberufe enthält zwei PflegeKollegs zu folgenden Themen:• Diabetes mellitus aktuell• Mit Demenz umgehen.Im Anschluss an die PflegeKollegs wird in einem Beitrag zur Prophylaxe des postthrombotischen Syndroms gefragt, ob die…
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    September 17, 2018 Pressespiegel Paul Werner Schreiner

    Dr. med. Mabuse 235

    Das Heft 235 von Dr. med. Mabuse startet nach einigen Kurznachrichten mit dem Bericht über eine Sommerakademie für Integrative Medizin 2018. In einem Kommentar wird die Möglichkeit einer ausschließlich ärztlichen Fernbehandlung diskutiert. Ein Film über…
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    September 17, 2018 Pressespiegel Paul Werner Schreiner

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