Nov 21, 2018 Last Updated 8:04 AM, Nov 20, 2018

Forschungswelten 2019

Save-the-date: Forschungswelten 2019! Vom 4.-5. April 2019 findet an der Hochsc...

Rechtshandbuch für Pflegeeinrichtungen von A-Z - 75. Nachlieferung

Böhme
 
Böhme, Hans
Rechtshandbuch für Pflegeeinrichtungen von A-Z
Verständliche Rechtserläuterungen – konkrete Handlungsanweisungen – direkte einsetzbare Arbeitshilfen
WEKA-Media, Kissing, 2002, 158 €, ISBN 3-8276-4424-0 – September 2018
Von dem im März 2003 an dieser Stelle vorgestellten Rechtshandbuch für Pflegeeinrichtungen liegt die 75. Nachlieferung vor.

Die Nachlieferung enthält ein neues Stichwort: Aromatherapie und Aromapflege
Aromatherapie und Aromapflege sind aufgrund ihrer besonderen Wirkung auf Körper, Geist und Seele als komplementäre Heilbehandlungs- und Pflegemaßnahmen ein wichtiger Baustein einer ganzheitlichen Heilbehandlung und einer ganzheitlichen Gesundheits- und Krankenpflege. Da die Wirkweise der Aromapflege zunehmend erforscht und somit auch wissenschaftlich belegt wird, gewinnt sie vermehrt Bedeutung in Heilbehandlung und Pflege, wodurch auch die rechtlichen Rahmenbedingungen der Aromatherapie und Aromapflege auf den Prüfstand gestellt werden müssen. Zu diesem Zweck ist der Heilkundebegriff zu bestimmen und es bedarf der Abgrenzung von Pflege zu Medizin anhand des Berufsrechts. Außerdem stellt sich die Frage nach der Abgrenzung von Wellness (Kosmetikrecht) zu Medizin (Arzneimittelgesetz, Apothekenrecht und Infektionsschutzgesetz). Schließlich sind die Kompetenzen der Gesundheitsfachberufe anhand der Berufsbilder zu klären. Darüber hinaus geht es auch um die Stellung des Aromaexperten/der Aromaexpertin in der klinischen und außerklinischen Versorgung und um die Selbstständigkeit der Aromaexperten im Gesundheitswesen. Dabei ist zu klären, ob Aromaexperten beim Mischen von
Aromastoffen zum Hersteller werden, wie die Stellung zu den Ärzten und Apothekern ist und wie Verbraucher/Patienten informiert werden müssen.

Überarbeitet wurde das Stichwort Wickel und Auflagen.

Eine Rezension von Paul-Werner Schreiner

„Wir waren wie eine große Familie.“ - Die Anstalt Irsee zwischen Kriegsende und Auflösung

 
Irsee
Domes, R.
„Wir waren wie eine große Familie.“
Die Anstalt Irsee zwischen Kriegsende und Auflösung
Für das Bildungswerk des Bayerischen Bezirkstags herausgegeben von Stefanie Krüger und Stefan Raueiser (Impulse, Band 13)
Grizeto Verlag. Irsee, 2017, 179 S., 13,80 €, ISBN 978-3-9816678-7-5
 
Im vorliegenden Buch geht es um die Anstalt Irsee, genauer gesagt um die Frage, wie sich das Leben und die Alltagsrealität für die Patientinnen und Patienten der geschlossenen Heil- und Pflegeanstalt in Irsee zwischen 1945 und der Auflösung der Einrichtung im Jahre 1972 in Erinnerungen von Zeitzeugen gestaltete. Verfasst wurde es von dem Journalisten Robert Domes (http://www.robertdomes.com/), dessen biographischer Roman „Nebel im August. Die Lebensgeschichte des Ernst Lossa“ (München 2008) das Schicksal eines jugendlichen Opfers der NS-Euthanasie in der Heil- und Pflegeanstalt Irsee zum Thema hat. Das Werk beziehungsweise die ihm zugrunde liegende Geschichte wurde 2015 verfilmt und kam im September 2016 ins Kino. Der Film löste eine enorme Resonanz aus und schaffte ein neues Bewusstsein für die vergessenen Opfer der NS-Euthanasie.

Die vom Autor nun veröffentlichte Schrift „Wir waren wie eine große Familie“ wird für das Bildungswerk des Bayerischen Bezirkstags herausgegeben von Stefanie Krüger, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Bayerischen Bezirkstags, und Dr. Stefan Raueiser, Leiter des Schwäbischen Tagungs- und Bildungszentrums Kloster Irsee und des Bildungswerks des Bayerischen Bezirkstags.
Der Bayerische Bezirkstag, ein kommunaler Spitzenverband in Bayern, der die sieben bayerischen Bezirke vertritt (vgl. www.bay-bezirke.de), unterhält mit dem Bildungswerk Irsee ein zentrales Bildungsinstitut, das Angehörigen der Verwaltungen, Krankenhäuser und ambulanten Dienste aller bayerischen Bezirke vielfältige Seminare, Workshops und Kurse der beruflichen Fort- und Weiterbildung anbietet. Darüber hinaus richtet sich das Bildungsprogramm auch an die komplementären Dienste der Psychiatrie, an niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten, an Altenhilfe- und Rehabilitationseinrichtungen sowie an somatische Krankenhäuser und Sozialstationen (vgl. www.bildungswerk-irsee.de).

„Wir waren wie eine große Familie“ erscheint als Band 13 der vom Bildungswerk Irsee herausgegeben Schriftenreihe „Impulse“ (https://www.bildungswerk-irsee.de/publikationen).

Wie war das Leben in der Heil- und Pflegeanstalt Irsee nach dem Krieg? Welche Zustände herrschten dort damals? Wie sah der Alltag in der Pflege und Betreuung der Patientinnen und Patienten aus? Zur Beantwortung dieser und ähnlicher Fragen führte Robert Domes mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der damaligen Zeit Interviews und Gespräche („Oral History“), die er für die vorliegende Veröffentlichung thematisch gliederte und durch die systematische Auswertung der historischen Jahresberichte der Doppelanstalt Kaufbeuren / Irsee ergänzte. Auf diese Weise kann er anschaulich zeigen, wie sich das psychiatrische Krankenhaus von einer zunächst noch reinen Verwahreinrichtung für psychisch kranke Menschen schrittweise zu einer Klinik entwickelte, an deren Ende die Notwendigkeit stand, die Psychiatrie nicht nur in Irsee auf ganz neue Grundlagen zu stellen und einer umfassenden Reform zu unterziehen. Der Autor präsentiert dabei ein differenziertes Bild des psychiatrischen wie pflegerischen Alltags vor den Reformen der Psychiatrie-Enquete (1975) und des ersten Bayerischen Psychiatrieplans, das zugleich deutlich werden lässt, welchen mühsamen und steinigen Weg die Psychiatrie auch in Irsee gegangen ist, um die Schatten einer verbrecherischen Vergangenheit aus der NS-Zeit nach und nach kleiner werden zu lassen.

Josef Mederer, Präsident des Bayerischen Bezirkstags, hat zu dem Buch ein Geleitwort beigesteuert, in dem er zur Bedeutung und Intention der Schrift festhält: „Der neue Schriftenband aus der IMPULSE-Reihe des Bildungswerks des Bayerischen Bezirkstags beschreibt eines der wichtigsten Kapitel deutscher und auch bayerischer Nachkriegsgeschichte im Blick auf die Psychiatrie. Dabei setzt er auf ebenso behutsame wie grundlegende Weise weitere wichtige Akzente in der Auf- und Nacharbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen an psychisch kranken Menschen in den ersten Jahren und Jahrzehnten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs“ (S. 5).

In seinem Nachwort hält Prof. Dr. Heinrich Kunze, langjähriges Vorstandsmitglied der Aktion Psychisch Kranke e.V., unter anderem fest: „Die geschilderten Erlebnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der früheren Pflegeanstalt Irsee sind besondere Dokumente aus einem dunklen Kapitel der Psychiatriegeschichte, das aber nicht der Vergessenheit überlassen werden darf, weil die Gefahr lauert, dass sich die Inhumanität jener Zeit in neuen Formen der psychiatrischen Versorgung wieder breitmachen könnte“ (S. 168).

Das Buch gliedert sich in sieben Kapitel, wobei den Erinnerungen der Zeitzeugen jeweils eine Einleitung vorangestellt ist, die das jeweilige Thema im zeitgenössischen Rahmen verortet. Ergänzt wird die Darstellung durch drei Exkurse zu den Themen „Personalstand und PatientInnen“, „Ärzte in der Anstalt“ und „Die Marktgemeinde Irsee und die Anstalt“ ergänzt, ebenso wie durch ein – im Hinblick auf weitere pflegehistorische Forschungsarbeiten sehr hilfreiches – Register mit kurzen biographischen Hinweisen zu den im Buch erwähnten Personen. Hier hätte man sich freilich zu den an den NS-„Euthanasie“-Verbrechen beteiligten Personen Dr. Valentin Faltlhauser (1876-1961), Paul Heichele (1896-1979),  Olga Rittler (1901-1979) und Mina (Philomena) Wörle (1895-1973) einen Hinweis auf die entsprechenden Einträge im bisher im Umfang von acht Bänden vorliegenden, von Horst-Peter Wolff (Bände 1-3) und Hubert Kolling (Bände 4-8) herausgegebenen „Biographischen Lexikon zur Pflegegeschichte“ gewünscht.

Mit dem Buch „Wir waren wie eine große Familie“ hat Robert Domes einen wichtigen Beitrag sowohl zur Psychiatrie- und Pflegegeschichte als auch zur Institutionengeschichte der Heil- und Pflegeanstalt in Irsee zwischen 1945 und 1972 geleistet, das allen an der Psychiatrie- und Pflegegeschichte Interessierten zur Lektüre empfohlen sei. Die Veröffentlichung ist umso bedeutsamer, als hier einerseits verschiedene Mitarbeiter/-innen – darunter zahlreiche Krankenschwestern und Krankenpfleger – zu Wort kommen und es andererseits zum Thema noch sehr große Forschungslücken gibt.
 
Eine Rezension von Dr. Hubert Kolling

Entwicklungen in der Krankenpflege und in anderen Gesundheitsberufen nach 1945

Hähner
 
Hähner-Rombach, S. und P. Pfütsch (Hrsg.)
Entwicklungen in der Krankenpflege und in anderen Gesundheitsberufen nach 1945
Ein Lehr- und Studienbuch
Mabuse-Verlag. Frankfurt am Main, 2018, 422 S., 49,95 €, ISBN: 9783863214111

Dank dem 1980 eingerichteten Institut für Geschichte der Medizin (IGM) der Robert Bosch Stiftung (RBS) in Stuttgart, dem einzigen außeruniversitären medizinhistorischen Forschungsinstitut in Deutschland, das auch die Geschichte der Krankenpflege im Blick hat, konnten in den letzten Jahren eine Reihe wichtiger pflegehistorischer Studien durchgeführt und veröffentlicht werden. Trotz diesem Engagement zeigen sich bei näherer Betrachtung weiterhin große Forschungslücken, insbesondere für die Zeit nach 1945. Mit Ausnahme des Hebammenwesens trifft dies auch auf die Geschichte der anderen nichtärztlichen Gesundheitsberufe zu. Dieses Defizit aufgreifend haben Sylvelyn Hähner-Rombach und Pierre Pfütsch nun ein Lehr- und Studienbuch zum Thema „Entwicklungen in der Krankenpflege und in anderen Gesundheitsberufen nach 1945“ herausgegebenen.

Dr. phil. Sylvelyn Hähner-Rombach (Jahrgang 1959) ist seit 1998 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung Stuttgart, wobei ihre Forschungsschwerpunkte die Sozialgeschichte der Psychiatrie, der Tuberkulose und der Krankenversicherung sowie die Geschlechtergeschichte, die Zeitgeschichte der Prävention und die Pflegegeschichte umfassen. Hierzu publizierte sie neben zahlreichen Beiträgen in Fachzeitschriften und Sammelbänden auch eine Reihe von Studien, darunter beispielsweise „Sozialgeschichte der Tuberkulose vom Kaiserreich bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs unter besonderer Berücksichtigung Württembergs“ (Stuttgart 2000), „‘Ohne Wasser ist kein Heil‘. Medizinische und kulturelle Aspekte der Nutzung von Wasser“ (Stuttgart 2005), „Geschichte der Prävention. Akteure, Praktiken, Instrumente“ (Stuttgart 2015) und jüngst (gemeinsam mit Karen Nolte) „Patients and Social Practice of Psychiatric Nursing in the 19th and 20th Century” (Stuttgart 2017). Darüber hinaus ist sie Herausgeberin der bereits in der vierten Auflage vorliegenden „Quellen zur Geschichte der Krankenpflege. Mit Einführungen und Kommentaren“ (Frankfurt am Main 2017).

Dr. phil. Pierre Pfütsch (Jahrgang 1986) ist seit Oktober 2015 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung Stuttgart. Nach seinem Studium der Geschichtswissenschaft und Germanistik war er Promotionsstipendiat am IGM zur Bearbeitung des Themas „Prävention und Gesundheitsförderung in der BRD aus geschlechterspezifischer Perspektive“ sowie Doktorand an der Philosophischen Fakultät der Universität Mannheim. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Präventionsgeschichte, Geschlechtergeschichte, Zeitgeschichte der Medizin und die Geschichte medizinischer Berufe. Neben Buch- und Zeitschriftenbeiträgen veröffentlichte er die beiden Monographien „Aderlass, Purgation und Maulbeersaft. Gesundheit und Krankheit bei Ernst Adalbert von Harrach (1598-1667)“ (Innsbruck, Wien, Bozen 2013) und „Das Geschlecht des ‚präventiven Selbst‘. Prävention und Gesundheitsförderung in der Bundesrepublik Deutschland (1949-2010) aus geschlechterspezifischer Perspektive“ (Stuttgart 2017).

Das mit Festeinband und in gebundener Form vorgelegte Buch, das mit einem „großzügigen Druckkostenzuschuss“ des IGM der RBS erschien, gliedert sich nach einem einführenden Kapitel zum historischen Rahmen von Sylvelyn Hähner-Rombach in zwei Teile.

Der erste Teil befasst sich mit zentralen Bereichen der Pflegegeschichte
• Christoph Schwamm: Männlichkeit und die (Selbst-)Positionierung von Krankenpflegern in der Bundesrepublik ca. 1945 bis 2000 (S. 29-64)
• Christof Beyer und Karen Nolte: Psychiatriepflege nach 1945 (S. 65-90)
• Susanne Kreutzer: Sorge für Leib und Seele – Arbeits- und Lebensalltag evangelischer Krankenpflege, 1950er bis 1970er Jahre (S. 91-119)
• Susanne Kreutzer: Abschied vom zölibatären Berufsbild? Gewerkschaftspolitik in der Pflege nach 1945 (S. 120-145)
• Sylvelyn Hähner-Rombach: Aus- und Weiterbildung in der Krankenpflege in der Bundesrepublik Deutschland nach 1945 (S. 146-194)
• Sylvelyn Hähner-Rombach: Quantitative Entwicklung des Krankenpflegepersonals (S. 195-219)
 Isabel Atzl: Spritzen, Kittel, Schnabeltassen – Objekte als Quellen in der pflegehistorischen Forschung (S. 220-238)

Der zweite Teil ist mit einer kurzen Einführung von Pierre Pfütsch der Krankenpflege und Gewerkschaftsbewegung sowie der objekthistorischen Forschung
• Gesundheitsberufe nach 1945. Eine Einführung (S. 239-248)
• Nina Grabe: Altenpflegerin – ein neuer Beruf für die „moderne“ Frau. Die Entstehung einer eigenständigen Altenpflegeausbildung und deren Entwicklung, 1950 bis 1990 (S. 249-286)
• Kristina Matron: Häusliche Altenpflege von 1945 bis 1985 (S. 287-311)
• Marion Schumann: Hebammen und ihr Beruf in der Bundesrepublik zwischen 1950 und 1975 (S. 312-349)
• Pierre Pfütsch: Rettungssanitäter – Rettungsassistenten – Notfallsanitäter: Ein Berufsbild im Wandel, 1949 bis 2014 (S. 350-382)
 Aaron Pfaff: „Man darf keine Kenntnisse beim Laien voraussetzen!“ Die Genese der Diabetes-Beratungs- und -Schulungsberufe (S. 383422).

In ihrer Einführung weisen die Herausgeber zu Recht darauf hin, dass die Forschungslücken zur Geschichte der Krankenpflege weiterhin groß sind. Die Geschichte anderer nichtärztlicher Gesundheitsberufe sei mit Ausnahme des Hebammenwesens „genau genommen erst im Entstehen begriffen.“ Für diesen „sehr komplexen und weitgehend unerforschten Bereich“ gehe es nicht nur darum, die wenigen existierenden Arbeiten bekannter zu machen und zu versuchen, einige Forschungslücken zu schließen, sondern auch darum, über den Tellerrand der Pflegegeschichte auf benachbarte Berufe zu schauen, zumal sich die meisten dieser Berufe im selben Feld bewegten, teilweise sogar in direkter oder indirekter Zusammenarbeit agierten, mitunter auch voneinander abhängig und in der Regel in den Hierarchien des Feldes ähnlich positioniert seien. Zur Bedeutung und Intention ihrer Veröffentlichung halten Sylvelyn Hühner-Rombach und Pierre Pfütsch sodann wörtlich fest: „Von Anfang an war klar, dass mit diesem Buch lediglich erste Schritte zur Schließung von Forschungsdefiziten in Angriff genommen werden können. Andere Historikerinnen und Historiker sind also aufgerufen, zu den weiter bestehenden Lücken zu forschen und ihre Ergebnisse zu veröffentlichen, um das Panorama zu erweitern und differenzierte Vergleiche zu ermöglichen“ (S. 8).

Das vorliegende Werk, so die Herausgeber, ergänze in gewisser Weise die „Quellensammlung zur Geschichte der Pflege“, indem hier manche Themen, die dort nur angeschnitten werden konnten (zum Beispiel Männer in der Pflege oder Psychiatriepflege), weitergeführt oder neu erarbeitet wurden. Zugleich ergänze hinsichtlich der Lehre zur Geschichte der Krankenpflege die Quellensammlung auch diesen Sammelband, weil sie Quellen zu den hier angeführten Themen bereithält.

Sämtliche Beiträge einzeln ausführlich vorzustellen, würde den Rahmen der vorliegenden Rezension sprengen. Allgemein lässt sich aber sagen, dass das Buch ganz unterschiedliche Arbeiten vereint. So finden sich sogenannte state-of-the-art Abhandlungen, darunter von Susanne Kreutzer, Kristina Matron, Nina Grabe und Marion Schumann, die bereits vorliegende Forschungen zusammengefasst aus einer bestimmten Perspektive auf den Punkt bringen oder neu bearbeiten, neben anderen – so von Pierre Pfütsch und Aaron Pfaff –, die erste Ergebnisse oder Teilbereiche von in der Entstehung befindlichen Untersuchungen vorstellen. Andere Beiträge, so die von Isabel Atzl, Christoph Schwamm, Christoph Beyer und Karen Nolte, konzentrieren sich auf ein noch (weiter) zu bearbeitendes, junges beziehungsweise lückenhaftes Forschungsfeld, während andere, so wie die von Sylvelyn Hähner-Rombach – versuchen, die Quellen- und Forschungslage zu bestimmten Bereichen zusammenzufassen, um damit weitere Forschungen anzuregen.

Trotz dieser Disparität ist die Veröffentlichung sehr zu begrüßen, weil sie erstmals zusammenfassend wichtige Arbeiten zu den „Entwicklungen in der Krankenpflege und in anderen Gesundheitsberufen nach 1945“ vereint. Damit steht für Lehrende, Studierende und Interessierte der Geschichte der Gesundheitsberufe in Deutschland ein Lehr- und Studienbuch zur Verfügung, das man lange vergeblich suchte.

Bleibt lediglich der Hinweis, dass man sich zu den im Buch genannten Personen – Franz Bauer (1898-1969), Johann Friedrich Dieffenbach (1792-1847), Ruth Elster (1913-2002), Margarete Florschütz (1894-1969), Emil Fritz (1895-1984), Otto Gessler (1875-1955), Antje Grauhan (1930-2010), Liselotte Katscher (1915-2012), Martin Mendelsohn (1860-1930), Walter Morgenthaler (1882-1965), Luise von Oerzten (1897-1965), Bernhard Rüther (1913-1980), Wilhelm Julius Rudolph Salzwedel (1854-1929) und Karin Wittneben (1935-2016) – Hinweise auf die entsprechenden Artikel im bisher im Umfang von acht Bänden vorliegenden, von Horst-Peter Wolff (Bände 1-3) und Hubert Kolling (Bände 4-8) herausgegebenen und inzwischen – unter https://www.pflege-wissenschaft.info/datenbanken/who-was-who-in-nursing-history – auch online zugänglichen „Biographischen Lexikon zur Pflegegeschichte“ gewünscht hätte.
 
Eine Rezension von Dr. Hubert Kolling

beitrag einreichen banner

datenbankbanner 2

probezugang

DHM Pflege Medizinp

Aus der Redaktion

Bildschirmfoto 2018 11 20 um 08.57.39
November 20, 2018

Veranstaltungshinweis: ACENDIO Conference in Schweden

in Nachrichten by Franziska Reuther
ACENDIO Conference: eHealth and Nursing: Preparing the Profession for the Future. 28.-30. März 2019 Dalarna University, Falun, SwedenInformations: http://www.acendio.net/du-se-acendio/Registration: https://www.du.se/acendioContact: Jan Florin, Senior Lecturer…
dak logo
Oktober 29, 2018

Innovationsfonds fördert DAK-Projekt zur Pflege Zehn Millionen Euro für regionales Pflegekompetenzzentrum

in Nachrichten by Franziska Reuther
Mit zehn Millionen Euro fördert der Innovationsfonds das Konzept regionaler Kompetenzzentren der DAK-Gesundheit. Als Pilot entsteht das erste Zentrum in der niedersächsischen Modellregion Landkreis Grafschaft Bentheim/Landkreis Emsland. Es soll dort die…
Unbenannt
Oktober 22, 2018

UMIT-Zertifikatslehrgang "Informationsmanagement und eHealth in der Pflege": Weiterbildung auf Pflegepersonen zugeschnitten


in Nachrichten by Andreas Lauterbach
UMIT-Zertifikatslehrgang "Informationsmanagement und eHealth in der Pflege":Weiterbildung auf Pflegepersonen zugeschnitten Im März 2019 bietet die Tiroler Gesundheitsuniversität UMIT wieder einen dreitägigen Zertifikatslehrgang im Bereich…
Voreingestelltes Bild
Oktober 16, 2018

In eigener Sache: Migration und Asyl – eine pflegewissenschaftliche Position

in Nachrichten by Andreas Lauterbach
Bei der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung von Asylant/-innen und Migrant/-innen bestehen im deutschen Gesundheitssystem erhebliche Mängel. Diese Bevölkerungsgruppen sind im Vergleich zur übrigen Bevölkerung höheren Gesundheitsrisiken ausgesetzt…
Header neu 1
September 12, 2018

Neue Version des Literaturmanuals RefHunter erschienen

in Nachrichten by Andreas Lauterbach
Der Name „RefHunter“ ist eine Abkürzung für Reference Hunter (sinngemäß ins Deutsche übersetzt Referenzenjäger) und deutet bereits auf den Schwerpunkt des Projektes hin: Es geht um das Auffinden von geeigneten Referenzen mittels systematischer…

Forschung

Dachverband Clowns in Medizin und Pflege Deutschland e.V. freut sich über finanzielle Förderung durch das Bundesministerium für Gesundheit

20. Nov 2018 51
IMG 2124
Der Dachverband Clowns in Medizin und Pflege Deutschland e.V. freut sich über finanzielle…

Christoph Lohfert Stiftung lobt Lohfert-Preis 2019 aus

12. Nov 2018 155
image002
Mehr Zeit für den Patienten – digitale Konzepte zur Entlastung der Pflege: So lautet das…

Ausschreibung der Robert Bosch Stiftung: 360° Pflege – Qualifikationsmix für den Patienten – in der Praxis

09. Okt 2018 578
ausschreibung bosch
360° Pflege – Qualifikationsmix für den Patienten – in der Praxis Worum geht es? Wer…

Auslobung: Dr. Holger Müller Preis 2018

01. Okt 2018 211
care for rare
Die Care-for-Rare Foundation – Stiftung für Kinder mit seltenen Erkrankungen am Dr. von…

Pressespiegel

  • SP
    November 20, 2018 Pressespiegel Paul Werner Schreiner

    Die Schwester/Der Pfleger 11/2018

    Die ersten Beiträge des November-Hefts 2018 von Die Schwester/Der Pfleger greifen Aspekte der pflegerischen Tätigkeit in der forensischen Psychiatrie auf. Im Anschluss daran ist ein Beitrag zur Pflege in einer Chest Pain Unit mit ‚“Flexibilität ist das…
  • Pflegezeitschrift
    November 20, 2018 Pressespiegel Paul Werner Schreiner

    Pflegezeitschrift 11/2018

    Das November-Heft 2019 der Pflegezeitschrift ist zu nächst dem Thema „Integrative Versorgungskonzepte“ gewidmet. Im ersten Beitrag wird ein in Baden-Württemberg gestartetes Projekt „Altern in Würde und im vertrauten Sozialraum“ berichtet. Es schließen sich…
  • Heilberufe
    November 20, 2018 Pressespiegel Paul Werner Schreiner

    Heilberufe 11/2018

    Das November-Heft 2018 von Heilberufe enthält zwei PflegeKollegs zu folgenden Themen:• Prophylaxen (Obstipation, Soor, Zystitis)• Pflegeproblem Dekubitus.Die Begleitung kranker Kinder und Jugendlicher ist Thema eines weiteren Beitrages. Ein Beitrag zu…
  • Mabuse
    November 20, 2018 Pressespiegel Paul Werner Schreiner

    Dr. med. Mabuse 236

    Nach einigen Kurzmitteilungen startet das Heft 236 von Dr. med. Mabuse mit Ausführungen über die Entwicklung der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland e.V. Es schließt sich ein Bericht vom 10. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft an. In dem…
  • Altenpflege.jpg
    November 20, 2018 Pressespiegel Paul Werner Schreiner

    Altenpflege 11/2018

    Das November-Heft 2018 von Altenpflege wird durch einen Pro- und Contra-Artikel eingeleitet, in dem das Für und Wider von Nachtdienst erörtert wird. Der Schwerpunkt des Hefts beschäftigt sich mit der Situation in der Altenpflege nach dem…
  • kinderkrankenschwester
    November 20, 2018 Pressespiegel Paul Werner Schreiner

    Kinderkrankenschwester 11/2018

    Im ersten Beitrag des November-Hefts 2018 der Kinderkrankenschwester wird der Stand der Forschung zur Unterstützung von Kindern mit psychisch erkrankten Eltern und es werden zwei Projekte dazu vorgestellt. Weiter hinten im Heft wird der Einfluss psychisch…
  • Pflege Gesellschaft0001
    November 20, 2018 Pressespiegel Paul Werner Schreiner

    Pflege & Gesellschaft 4/2018

    Das Heft 4/2018 von Pflege & Gesellschaft ist dem Schwerpunktthema „Interprofessionelle Schnittstellen zwischen Krankenhaus, stationärer Langzeitversorgung und häuslichem Bereich“ gewidmet. Im ersten Beitrag geht es um die Kurzzeitpflege nach einem…
  • PKR
    November 20, 2018 Pressespiegel Paul Werner Schreiner

    Pflege- & Krankenhausrecht 6/2018

    Das Heft 6/2018 von Pflege- & Krankenhausrecht wird durch den dritten Teil der Ausführungen zu den rechtlichen Aspekten der Aromatherapie eingeleitet. Die haftungsrechtlichen Gegebenheiten im Zusammenhang mit dem neuen Gesundheitsberuf Physican Assistant sind…